WKO Kärnten fordert Erhalt der PRIKRAF-Finanzierung

Die WKO Kärnten fordert den Erhalt der PRIKRAF-Finanzierung und verweist auf rund 13.000 stationäre Aufenthalte in zwei Privatkliniken.
Die Wirtschaftskammer Kärnten fordert den Erhalt der Finanzierung über den Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds PRIKRAF. Sie wendet sich gegen eine Debatte, die den Fonds als Ausdruck einer Zwei-Klassen-Medizin darstellt.
Nach Angaben von Fachgruppengeschäftsführer Guntram Jilka finanziert der PRIKRAF medizinisch notwendige Leistungen für sozialversicherte Patient:innen, nicht Luxusmedizin.
Zwei Privatkliniken verzeichnen 13.000 stationäre Aufenthalte
Die Privatklinik Maria Hilf und die Privatklinik Villach übernehmen jährlich rund 13.000 stationäre Aufenthalte. Fallen PRIKRAF-Mittel weg, müssten öffentliche Krankenhäuser diese Behandlungen nach Einschätzung der WKO verstärkt übernehmen.
Die WKO bezeichnet die Arbeit der öffentlichen Kärntner Krankenhäuser als unverzichtbar und sieht zusätzliche private Kapazitäten als Entlastung. Öffentliche und private Krankenanstalten stünden nicht in Konkurrenz, sondern bildeten gemeinsam das österreichische Gesundheitssystem.
Über den PRIKRAF können laut Jilka nur Leistungen abgerechnet werden, für die die gesetzliche Krankenversicherung zuständig ist. Rein kosmetische Schönheitsoperationen dürfen demnach nicht mit Sozialversicherungsmitteln abgerechnet werden. Medizinisch notwendige rekonstruktive Eingriffe etwa nach einem Unfall oder einer Krebserkrankung gelten nicht als Schönheitsoperationen.
Die beiden Kliniken sichern laut WKO rund 600 direkte Arbeitsplätze. Rund 99 Prozent der befragten Patient:innen würden die Häuser weiterempfehlen, Geschäftsführer Herbert Ratz wertet dies als Vertrauen und Zufriedenheit. Er betont, entscheidend sei, dass notwendige Versorgung verfügbar sei. Jilka hält Transparenz, Kontrolle und sinnvolle Verbesserungen für diskutierbar, lehnt sie aber auf Kosten der Zusammenarbeit ab.
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