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Behindertenbeirat Innsbruck fordert Zugang zu Gebärdensprachdolmetschung

Der Behindertenbeirat Innsbruck fordert verlässliche Gebärdensprachdolmetschung und barrierefreie Informationen in Österreichischer Gebärdensprache.

Der Behindertenbeirat Innsbruck fordert anlässlich des Internationalen Tages der Gebärdensprachen am 23. September einen verlässlichen und bedarfsgerechten Zugang zu Gebärdensprachdolmetschung. Öffentliche Informationen sollen konsequent auch in Österreichischer Gebärdensprache bereitstehen, digitale Angebote barrierefrei weiterentwickelt werden. Gebärdensprachvideos und andere visuelle Informationsangebote sollen ein selbstverständlicher Teil öffentlicher Kommunikation sein.

Der Beirat verweist auf einen Mangel an qualifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern. Der Zugang zu Dolmetschleistungen sei in Bereichen wie medizinischer Versorgung, Bildung, Arbeit, kulturellen Veranstaltungen und wichtigen Informationsangeboten nicht ausreichend gewährleistet.

Schulen weisen weiter Inklusionslücken auf

Fehlen Dolmetscherinnen oder Dolmetscher oder ist die Finanzierung einer Dolmetschleistung nicht ausreichend geklärt, entstehen nach Angaben der Vorsitzenden Julia Golser erhebliche Hürden. Beim Magistrat Innsbruck bezahlt die Stadt Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Amtsgeschäfte und den Ferienzug. Diese müssen allerdings selbst mitgebracht werden.

In den Schulen bestehen laut Behindertenbeirat weiterhin erhebliche Lücken bei der Inklusion gehörloser und hörbeeinträchtigter Kinder. Gefordert werden ausreichend qualifizierte Unterstützung, geeignete Unterrichtsangebote und ein gleichberechtigter Zugang zur Bildung in und mit Gebärdensprache.

Eine inklusive Schule soll unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse von Anfang an berücksichtigen und Österreichische Gebärdensprache dort ermöglichen, wo sie für Schülerinnen und Schüler eine notwendige Grundlage für Bildung und soziale Teilhabe ist. Das Erlernen der Österreichischen Gebärdensprache im Regelunterricht wird als Kompetenzgewinn für alle Schülerinnen und Schüler beschrieben.

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