Hattmannsdorfer fordert „Binnenmarkt+“ mit Kanada
Bild mit KI erstellt Er spricht sich für eine über CETA hinausgehende Zusammenarbeit mit Kanada und den Abbau zusätzlicher Marktzugangshürden aus.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer spricht sich anlässlich der Rede zur Lage der Europäischen Union für einen „Binnenmarkt+“ für besonders enge strategische Partner wie Kanada aus. Die vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit soll über klassische Handelsabkommen hinausgehen und neue Möglichkeiten für Unternehmen, Investitionen und gemeinsame Wertschöpfung schaffen.
Aufbauend auf CETA sollen Möglichkeiten einer engeren wirtschaftlichen Integration ausgelotet werden. Dazu zählen der Abbau zusätzlicher Marktzugangshürden sowie eine vertiefte Zusammenarbeit bei Rohstoffen, Energie und Schlüsseltechnologien.
Öffentliche Aufträge sollen europäische Wertschöpfung stärken
Mit „Made in Europe and Partner Countries“ sollen öffentliche Aufträge gezielter europäische Wertschöpfung, industrielle Kapazitäten und Innovation stärken. Neben dem Anschaffungspreis sollen Versorgungssicherheit, verlässliche Lieferketten und der Beitrag zur technologischen Unabhängigkeit stärker berücksichtigt werden.
Wettbewerbsfähige Energiepreise und eine verlässliche Versorgung sind für Hattmannsdorfer Voraussetzungen für einen starken Produktionsstandort. Er fordert den Ausbau heimischer Energieerzeugung, leistungsfähiger Netze und Speicher sowie eine engere Vernetzung des europäischen Energiemarkts.
Bei künstlicher Intelligenz und anderen Schlüsseltechnologien verlangt Hattmannsdorfer mehr Entwicklung, Investitionen und industrielle Anwendung. Forschung müsse häufiger zu marktfähigen Produkten und wachsenden Unternehmen führen. Dafür nennt er eigene Rechenkapazitäten, besseren Zugang zu Kapital und Bedingungen, unter denen Unternehmen Innovationen in Europa zur Marktreife bringen und ihre Produktion ausbauen können.
Zugleich fordert Hattmannsdorfer den Abbau von Hürden innerhalb Europas. Unterschiedliche nationale Vorgaben, aufwendige Verfahren und zusätzliche Berichtspflichten erschwerten gerade kleineren Unternehmen den Zugang zum gemeinsamen Markt. Schnellere Genehmigungen, einfachere Regeln und bessere Finanzierungsmöglichkeiten seien entscheidende Standortaufgaben.
Deine Meinung zu diesem Artikel?
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.