Hochwasser: Katastrophenfall gilt in Bangkoks 50 Bezirken
Bild mit KI erstellt Bangkoks Gouverneur meldet eine stabilisierte Lage. Für alle 50 Bezirke gilt der Katastrophenfall, weitere Regenfälle bleiben möglich.
Die Behörden erklärten für sämtliche 50 Bezirke Bangkoks, der Hauptstadt Thailands, den Katastrophenfall. Diese Einstufung versetzt die örtlichen Behörden in die Lage, Notfallmaßnahmen zu setzen. Die Lage habe sich beruhigt, erklärte Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt. Zugleich verwies er auf die Gefahr weiterer Regenfälle.
In Bangkok hielt der Regen seit Donnerstagnachmittag fast ohne Pause an. Chadchart zufolge summierte sich der Niederschlag seit Donnerstag auf fast 300 Millimeter. Im Osten der Stadt waren die Auswirkungen laut Gouverneur am ausgeprägtesten.
Bangkok leitet Wasser ab und Katastrophenschutz warnt vor Fluten
Chadchart zufolge behindern die vollen Kanäle den Wasserabfluss. Die Stadt pumpt Wasser ab und arbeitet mit benachbarten Provinzen an weiteren Ableitungswegen. Wenn kein weiterer Regen fällt, könnte das Hochwasser nach Einschätzung des Gouverneurs innerhalb von zwei bis drei Tagen ablaufen.
Chadchart bezeichnete die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Kanäle als besonders gefährdet. Er empfahl, Autos in Sicherheit zu bringen und bei notwendiger medizinischer Versorgung ein Krankenhaus aufzusuchen. Der Katastrophenschutz warnte bis Sonntag vor Tiefdruckgebieten über Ost-, Nordost- und Zentralthailand. Dabei könne es zu Sturzfluten und Schlammlawinen kommen.
Am Samstag wurden Überschwemmungen aus 21 Provinzen Thailands gemeldet. Behördenangaben zufolge kam dabei bisher ein Mensch ums Leben. Bei den Überschwemmungen in Thailand 2011 starben mehr als 500 Menschen, und Millionen Häuser wurden beschädigt. Bangkok wurde auf ehemaligem Sumpfland errichtet und liegt etwa 1,5 Meter über dem Meeresspiegel.
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