ÖBB vergeben Rahmenverträge für digitale Stellwerke

Die Verträge im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro sollen die Stellwerkstechnik in Österreich schrittweise digitalisieren.
Die ÖBB-Infrastruktur AG hat Rahmenvereinbarungen für neue digitale Stellwerke an Siemens Mobility und Hitachi Rail vergeben. Dem Zuschlag ging ein mehrjähriges Ausschreibungsverfahren im Bestbieterprinzip voraus. Der kumulierte Gesamtauftragswert beträgt rund 2,6 Milliarden Euro.
Die Ausschreibung umfasst Innenanlagen, in denen die sicherheitsrelevante Stellwerkslogik ausgeführt wird, sowie Außenanlagen zur Ansteuerung von Signalen, Weichen und weiteren sicherheitsrelevanten Elementen. Nach Angaben der ÖBB erfüllt die neue Technik hohe Anforderungen an die Informationssicherheit und bietet Schutz vor Cyberangriffen.
Erstes Pilotprojekt ist für das vierte Quartal 2030 vorgesehen
Die Rahmenvereinbarungen laufen mindestens zehn Jahre. Zusätzlich wurde ein Servicevertrag für die gesamte Lebensdauer der Systeme von 25 Jahren vereinbart, der technische Betreuung, Wartung und Systemverfügbarkeit umfasst.
Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen. Die Inbetriebnahme des ersten Pilotprojekts ist für das vierte Quartal 2030 vorgesehen, weitere Pilotprojekte sollen folgen.
Nach erfolgreicher Pilotierungsphase kann die Technologie österreichweit ausgerollt werden. Langfristig sollen sämtliche Stellwerksanlagen durch digitale Stellwerke ersetzt werden.
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