Österreich verlängert Grenzraumkontrollen um sechs Monate
Bild mit KI erstellt Österreich verlängert die Grenzraumkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei um sechs Monate.
Mit Ablauf des 15. September 2026 wurden die Grenzraumkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei für weitere sechs Monate verlängert.
Im August 2026 gab es 223 Asyl-Erstanträge. Im August des Vorjahres waren es 675 Erstanträge, ein Rückgang um knapp 67 Prozent. Insgesamt wurden im August 769 Asylanträge gestellt, im August 2025 waren es 1.456. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 47 Prozent.
BMI meldet weniger Asylanträge seit Jahresbeginn
Von Jänner bis August 2026 wurden 6.512 Asylanträge gestellt. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 11.898, ein Rückgang um mehr als 45 Prozent. Die meisten Anträge im August stammten von Syrern, nämlich 231. Der Großteil davon betraf in Österreich geborene Kinder.
Beim Familiennachzug wurden von Jänner bis August 2026 60 Einreisen verzeichnet. Im selben Zeitraum 2025 waren es 979 Einreisen. Der Familiennachzug wurde mit Anfang Jänner per Verordnung für weitere sechs Monate ausgesetzt und soll anschließend einer Quote unterliegen.
Das Innenministerium verweist auf die Operation Fox, bei der gemeinsam mit ungarischen Behörden auf ungarischem Staatsgebiet Kontrollen durchgeführt werden. Der Kontrollgürtel wurde laut Ministerium auf Grenzraum und Hinterland ausgeweitet. Dadurch sollen Grenzwartezeiten für Pendlerinnen und Pendler kürzer werden.
Bis Ende August mussten 10.440 Personen Österreich verlassen
Davon reisten 5.275 Personen zwangsweise aus, 5.165 eigenständig. Rund 48 Prozent der Abgeschobenen waren in Österreich strafrechtlich verurteilt.
Bis Ende August wurden 516 Dublin-Überstellungen durchgeführt. Dabei mussten 73 Afghanen, 53 Personen der Russischen Föderation und 49 Marokkaner Österreich verlassen. Seit dem Sturz des Assad-Regimes haben rund 2.000 syrische Staatsangehörige Österreich verlassen.
Bis Ende August wurden 19.760 Asylverfahren negativ entschieden oder eingestellt. In 7.990 Fällen wurde Asyl oder subsidiärer Schutz gewährt. Bis Ende Juli wurden 321 negative Entscheidungen innerhalb von 28 Tagen beziehungsweise in erster Instanz binnen 72 Stunden getroffen.
In Europa einschließlich der Schweiz und Norwegens wurden von Jänner bis Ende August 2026 408.441 Asylanträge registriert. Das waren um 23 Prozent oder 120.654 Anträge weniger als im Vergleichszeitraum 2025. In Österreich lagen die Anträge im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent niedriger.
Aktuell befinden sich 41.605 Menschen in Grundversorgung, darunter rund 4.900 Asylwerber. Das ist laut Innenministerium der niedrigste Wert seit über 20 Jahren. 24.890 Menschen in Grundversorgung sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine.
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