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Quereinsteigende wollen zu mehr als 90 Prozent im Schuldienst bleibenBild mit KI erstellt

Die Evaluierung weist eine Verbleibsabsicht von mehr als 90 Prozent aus. Ab Herbst 2026 soll der Zugang stärker nach dem Schulbedarf gesteuert werden.

Die wissenschaftliche Evaluierung des Quereinstiegs in der Sekundarstufe Allgemeinbildung führten die Universität Zürich sowie die Pädagogischen Hochschulen St. Gallen und Luzern von September 2023 bis Juli 2026 durch. Rund 500 Quereinsteigende nahmen an mindestens einer der vier Erhebungen teil. Befragt wurden unter anderem Personen der Kohorte 2023/24 während ihrer Ausbildung sowie Schulleitungen und Mentorinnen und Mentoren.

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Arbeitszufriedenheit und eine Verbleibsabsicht von mehr als 90 Prozent. Rund 62 Prozent der befragten Quereinsteigenden unterrichten zumindest ein Fach, für das sie nicht zertifiziert sind. Zwei Drittel arbeiten an Mittelschulen oder Polytechnischen Schulen, rund ein Fünftel an AHS. An den Befragungen beteiligten sich 575 Schulleitungen und 291 Mentorinnen und Mentoren. Quereinsteigende bewerteten die Zusammenarbeit mit Mentorinnen und Mentoren sehr positiv. Schulleitungen sahen die beruflichen Erfahrungen der Quereinsteigenden überwiegend als Bereicherung. Weiterentwicklungsbedarf zeigte sich bei der fachlichen Vorbereitung, der Unterstützung durch Mentorinnen und Mentoren sowie bei Planbarkeit und Vereinbarkeit des Hochschullehrgangs.

Ab Herbst 2026 wird der Einstieg stärker am Schulbedarf ausgerichtet

Ab Herbst 2026 wird der Quereinstieg stärker am tatsächlichen Bedarf der Schulen ausgerichtet. Eine Vorregistrierung mit anschließender Bedarfseinschätzung durch die Bildungsdirektion ersetzt das bisherige zeitlich begrenzte Registrierungsfenster. Bei positiver Einschätzung wird die Bewerbung an die Zertifizierungskommission für den Quereinstieg weitergeleitet. Fällt die Einschätzung negativ aus, kann die notwendige Vorregistrierung nicht abgeschlossen werden. Neu ist auch eine Gegenüberstellung des Lehrplans des gewünschten Unterrichtsfachs mit den im abgeschlossenen Studium absolvierten Lehrveranstaltungen. Sie wird über das Portal „Bewerbung Online“ eingereicht.

Für den Quereinstieg sind ein abgeschlossenes Studium und mindestens drei Jahre Berufstätigkeit erforderlich. Das dreistufige Zertifizierungsverfahren wird durch ein Online-Modul, eine Präsenzwoche vor Schulstart und einen Hochschullehrgang parallel zur Tätigkeit als Lehrperson ergänzt. Bis September 2026 wurden 6.693 Zertifizierungen bei insgesamt 12.955 Bewerbungen ausgesprochen. Im Schuljahr 2025/26 waren 685 Quereinsteigende als Lehrkräfte an Schulen tätig. Seit dem Schuljahr 2022/23 haben insgesamt 2.365 als Lehrkräfte begonnen.

Ab Herbst 2027 soll ein einheitliches Curriculum starten

Für Herbst 2027 ist ein bundesweit einheitliches Curriculum für den Hochschullehrgang Quereinstieg Sekundarstufe Allgemeinbildung geplant. Die Dauer des Lehrgangs soll von derzeit acht auf künftig fünf Jahre verkürzt werden. Eine Mindestzahl an ECTS-Credits im ersten Dienstjahr ist vorgesehen, derzeit stehen 16 ECTS im Raum. Geplant ist außerdem eine zusätzliche Onboarding-Woche in den Herbst- oder Semesterferien. Auch ein Quereinstieg für die Primarstufe und weitere Änderungen am Zertifizierungsprozess sind vorgesehen. Teile der Vorhaben stehen noch unter dem Vorbehalt notwendiger dienstrechtlicher Änderungen.

Im Schuljahr 2025/26 stellten Quereinsteigende 11,9 Prozent der Neuaufnahmen, rund 8 Prozent im Landes- und 20 Prozent im Bundesbereich. Die Evaluierungsergebnisse und die dazugehörige Publikation sollen über den Qualitätssicherungsrat abgewickelt und im Waxmann-Verlag veröffentlicht werden. Beides soll im Rahmen von Open Access kostenlos online zugänglich sein.

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