WWF fordert verbindliche Ziele gegen Lebensmittelverschwendung
Bild mit KI erstellt Der WWF verlangt klare Zuständigkeiten und überprüfbare Zwischenziele für verbindliche Reduktionsziele.
Zum Tag gegen Lebensmittelverschwendung spricht sich der WWF gegenüber der Politik für Reduktionsziele aus, die für die gesamte Versorgungskette verpflichtend gelten sollen.
Die Organisation will nachvollziehbar festlegen lassen, wer wofür zuständig ist. Zugleich sollen Zwischenstände anhand messbarer Zielmarken überprüft werden. Als Maßnahmen zur Förderung von Lebensmittelspenden nennt der WWF steuerliche Anreize sowie präzisere Haftungsvorgaben für Unternehmen, die Lebensmittel spenden. Für die Verteilung der Spenden hält er zusätzliche Mittel für nötig. WWF-Expertin Julia Haslinger will, dass die Bundesregierung eindeutige Vorgaben erlässt und alle Bereiche der Versorgungskette zur Verantwortung zieht.
Der WWF beziffert die Lebensmittelverschwendung
Laut WWF werden in Österreich an jedem Tag mehr als 3.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Nach seiner Darstellung entspricht das rund 140 Lkw-Ladungen. Nach Angaben des WWF stammt der größere Teil der weggeworfenen Lebensmittel aus Privathaushalten.
Über ein Jahr gerechnet summiert sich die Lebensmittelverschwendung in Österreich laut WWF auf mehr als 1,2 Millionen Tonnen. Für diese Berechnung stützt sich die Organisation auf Zahlen des Umweltbundesamts und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).
Im privaten Bereich nennt der WWF als wichtigste Gründe eine ungeeignete Aufbewahrung sowie Einkäufe, deren Umfang über das tatsächlich Benötigte hinausgeht. Ein sparsamer Umgang mit Lebensmitteln sei gut für Umwelt und Klima und entlaste die Haushaltskasse.
WWF-Expertin Julia Haslinger verwies darauf, dass mit weggeworfenen Lebensmitteln auch Boden, Wasser, Energie und die Arbeit vieler Menschen verschwendet würden.
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