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Rund 200 Bedienstete versammeln sich in der Justizanstalt Wien-JosefstadtBild mit KI erstellt

In der Justizanstalt Wien-Josefstadt wurde der Dienstbetrieb drei Stunden lang auf das unbedingt notwendige Mindestmaß reduziert.

Am 3. September wurde der Dienstbetrieb in der Justizanstalt Wien-Josefstadt von 8.00 bis 11.00 Uhr auf das unbedingt notwendige Mindestmaß reduziert.

Rund 200 Bedienstete versammelten sich im großen Veranstaltungssaal, um auf die unzumutbaren Arbeitsbedingungen und die dramatische Situation in der Justizanstalt aufmerksam zu machen.

Überbelegung prägt die Situation in der Justizanstalt

Nach Darstellung der GÖD-Justizwachegewerkschaft bringen massive Überbelegung, akuter Personalmangel und die laufende Generalsanierung die Justizanstalt an ihre Belastungsgrenze.

Weil ein kompletter Trakt geschlossen ist, sollte die Zahl der Insassen nach Angaben der Gewerkschaft bei rund 800 liegen. Tatsächlich seien weiterhin etwa 1.200 Insassen in der Justizanstalt untergebracht.

In Hafträumen, die regulär für höchstens sechs Personen vorgesehen sind, müssten oftmals acht Insassen untergebracht werden. In größeren Hafträumen seien es bis zu zehn Insassen. Die Gewerkschaft erklärt, die Überbelegung verschärfe die Arbeitsbedingungen und erhöhe das Sicherheitsrisiko für Bedienstete und Insassen.

Markus Kargl, Mitglied der Bundesleitung der Justizwachegewerkschaft und selbst in der Justizanstalt tätig, berichtet von einem regelmäßigen Fehlstand von bis zu 50 Bediensteten zu Dienstbeginn.

Gewerkschaft fordert Entlastung und mehr Personal

Die Bediensteten fühlen sich laut Aussendung von der Generaldirektion für den Straf- und Maßnahmenvollzug im Bundesministerium für Justiz im Stich gelassen. Die Gewerkschaft berichtet, dass Aufgaben laufend ausgeweitet und dringend benötigte Bedienstete für andere Tätigkeiten abgezogen würden.

Norbert Dürnberger, Vorsitzender der GÖD-Justizwachegewerkschaft, fordert von Generaldirektion und Justizministerium eine spürbare Entlastung, ausreichend Personal und eine wirksame Reduktion der Überbelegung. Andernfalls drohe der größten Justizanstalt Österreichs der vollständige Kollaps.

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