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Studie sieht KI-Hebel vor allem in Industrie und Handel

Eine Economica-Studie im Auftrag von Microsoft Österreich verortet 54,9 Prozent des KI-Potenzials in vier Wirtschaftsbereichen.

Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica im Auftrag von Microsoft Österreich untersucht, in welchen Sektoren, Berufen und Tätigkeiten Künstliche Intelligenz zu Produktivität, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann.

Die Analyse baut auf einer Economica-Studie aus dem Jahr 2024 auf. Diese kam zu dem Ergebnis, dass Künstliche Intelligenz die Bruttowertschöpfung in Österreich um bis zu 18 Prozent steigern kann. Das entspricht einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von rund 72 Milliarden Euro beziehungsweise einer Entlastung von bis zu 2,24 Milliarden Arbeitsstunden.

Industrie leistet den größten Einzelbeitrag

Die Herstellung von Waren, der Handel, das Finanz- und Versicherungswesen sowie freiberufliche und technische Dienstleistungen stehen gemeinsam für 54,9 Prozent des gesamten KI-Potenzials in Österreich. Den größten Einzelbeitrag leistet die Industrie mit einem Potenzial von 19,8 Milliarden Euro, gefolgt vom Handel mit 9 Milliarden Euro.

Akademische Berufe, Technikerinnen und Techniker sowie Handwerksberufe vereinen zusammen 58,4 Prozent des gesamten KI-Potenzials. Ihr gemeinsamer möglicher Wertschöpfungsbeitrag liegt bei rund 42 Milliarden Euro. Die Studie nennt breit einsetzbare Anwendungen für Dokumentation, Analyse und Informationsverarbeitung sowie spezialisierte Lösungen für branchenspezifische Anwendungsfelder.

Auch für öffentliche Verwaltung, Bildung sowie Gesundheits- und Sozialwesen sieht die Studie erhebliches Potenzial beim gezielten Einsatz von KI. Diese Bereiche stehen gemeinsam für 19,4 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung und beschäftigen 25,1 Prozent aller Erwerbstätigen. Österreichische Unternehmen setzen KI laut EU-weiten Erhebungen bereits häufiger ein als der EU-Durchschnitt.

Der AI Diffusion Index des Microsoft AI Economy Institute weist für Österreich eine KI-Nutzungsrate von 34,1 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung und weltweit Rang 18 aus. Für die erfolgreiche Nutzung von KI nennt die Studie regulatorische Leitplanken, Investitionen in digitale Infrastruktur, gezielte Qualifizierung sowie eine koordinierte Umsetzung in Wirtschaft und Gesellschaft. Microsoft verweist auf die Rechenzentrumsregion rund um Wien und die AI Innovation Factory in Wien.

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