Tirols Futterernte leidet 2026 unter der Dürre
Bild mit KI erstellt In Nordtirol sanken die Erträge um bis zu 50 Prozent, in Osttirol um bis zu 70 Prozent. Viele Betriebe müssen Futter zukaufen.
Die Dürre hat Tirols Ernten 2026 vor allem auf dem Grünland massiv verringert. In Nordtirol betrugen die Einbußen bis zu 50 Prozent, in Osttirol bis zu 70 Prozent. Die Ernteausfälle trafen auch Wiesenflächen und Silomais, die für die Tierfütterung wichtig sind.
Im Bezirk Lienz fiel der erste Grasschnitt schlecht aus, die zweite Mahd brachte gar keine Ernte. Damit die Tiere versorgt werden können, sind viele Tiroler Betriebe auf den Zukauf von Futter angewiesen.
Die Futterknappheit schlug sich im August auch bei den Schlachtungen nieder: In Tirol kamen mehr Tiere als üblich zur Schlachtung, jedoch nicht so viele wie in Ostösterreich. Beim Heu und bei Grassilage in Ballenform belief sich der Preisaufschlag gegenüber dem Vorjahr auf 40 bis 50 Prozent. Für zu Ballen gepresste Maissilage waren es 16 bis 20 Prozent.
Bund und Land finanzieren Hilfen für Betriebe und Wiesen
Ein Bundeszuschuss ist für Kreditzinsen vorgesehen. Für 2027 soll die Hagelversicherung um zehn Prozent erhöht werden. Bäuerliche Familien werden befristet bei ihren Sozialversicherungsbeiträgen entlastet. Das Land Tirol stellt im Rahmen von „Grünlandverbesserung – klimafitte Wiesen“ für das erneute Einsäen dürregeschädigter Wiesen 220 Euro pro Hektar zur Verfügung.
Während des Sommers 2026 stiegen die landwirtschaftlichen Produktionskosten in Tirol.
Im Vergleich zu Ostösterreich war die Trockenheit in Tirol weniger dramatisch. Grünland macht fast 100 Prozent der Tiroler Landwirtschaftsflächen aus, auf den Obst- und Gemüsebau entfallen 1 bis 2 Prozent. Bei Tomaten, Paprika, Melanzani und Zucchini gab es überdurchschnittliche Erträge, zugleich trat Feuerbrand verstärkt auf. Jedes zweite in Österreich angebotene Radieschen stammt aus Tirol.
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