Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
Bahnübung in Wien-Simmering simuliert Sabotage an Bahnanlagen

Internationale Ermittlerteams übten Spurensicherung und bewerteten mögliche Auswirkungen eines simulierten Sabotageakts auf den Bahnverkehr.

Die RAILPOL Working Group „Railway Accidents and Special Transports“ tagte von 6. bis 8. Oktober 2026 erstmals in Österreich. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer europäischer Staaten trafen sich in Wien zum Austausch über Eisenbahnsicherheit und zur Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.

Das Treffen am 6. Oktober in der Bundespolizeidirektion eröffnete Bundespolizeidirektor Michael Takács.

ÖBB unterweist Teilnehmende vor der Übung

Am 7. Oktober wurde das Programm mit der Übung RAILINVEST 2026 auf dem Gelände der ÖBB-Technische Services GmbH in Wien-Simmering fortgesetzt. Die ÖBB unterwies die Teilnehmenden zu Gefahren auf Bahnanlagen, Sicherheitsabständen sowie zum Verhalten im Gleisbereich und in Einsatz- und Gefahrenfällen. Das Szenario stellte einen gezielten Sabotageakt an der Eisenbahninfrastruktur nach und simulierte dadurch ein Unfallgeschehen.

Die Ermittlerteams übten unter anderem Spurensicherung, Foto- und Schadensdokumentation, Vermessung und Lagefeststellung sowie die Bewertung der Sabotagehandlung und möglicher Folgen für den Bahnverkehr. Parallel zur Ermittlungsübung erhielten sie Einblicke in weitere ÖBB-Bereiche: Dazu zählten eine Führung durch die ÖBB-Technische Services GmbH, Besuche der Verkehrsleitzentrale und der Funkmeldestelle samt Videoüberwachungsbereich sowie Informationen zu Krisenkommunikation, Abläufen im Krisenstab und zur Zusammenarbeit zwischen Polizei und ÖBB.

Bundespolizeidirektor Takács besuchte die Übung und tauschte sich mit Karin Kroneder, Leiterin des Stabs Sicherheit und Qualität der ÖBB-Infrastruktur AG, sowie Michaela Huber, Geschäftsführerin der ÖBB-Operative Services GmbH, aus. Takács sagte, die Zusammenarbeit sei ein wesentlicher Teil der Sicherheitsarchitektur im Bahnbereich. Gemeinsame Übungen leisteten aus seiner Sicht einen wichtigen Beitrag, um Abläufe abzustimmen und den internationalen Erfahrungsaustausch zu stärken.

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.