Bulgarien wählt Staatsoberhaupt aus Rekordfeld von 27 Kandidaturen
Bild mit KI erstellt In Bulgarien läuft die Präsidentenwahl mit so vielen Kandidaturen wie nie zuvor. Auch in Österreich wird in 17 Wahllokalen abgestimmt, eine mögliche Stichwahl wäre am 1. November.
Bulgarien bestimmt am Sonntag, wer ab Jänner 2027 für fünf Jahre an der Spitze des Staates steht. Wahlberechtigt sind laut der Zentralen Wahlkommission rund 6,59 Millionen Menschen, unter ihnen 46.001, die zum ersten Mal abstimmen dürfen. Mit 27 Kandidaturen ist das Feld so groß wie noch nie seit Einführung der Direktwahl des Staatsoberhaupts; der bisherige Höchstwert lag 2021 bei 23.
Hohe Hürde für einen Sieg im ersten Durchgang
Wer schon jetzt gewinnen will, braucht mindestens die Hälfte der gültigen Stimmen, zudem muss die Wahlbeteiligung bei mindestens 50 Prozent liegen. Gelingt das niemandem, treten die beiden Bestplatzierten am 1. November in einer Stichwahl gegeneinander an.
Geöffnet haben die Wahllokale von 7 bis 20 Uhr Ortszeit. Stehen dann noch Menschen an, darf die Stimmabgabe bis längstens 21 Uhr weiterlaufen. Ergebnisse von Nachwahlbefragungen sind erst nach 20 Uhr erlaubt, wer sie früher verbreitet, muss mit Strafen zwischen 5.000 und 10.000 Euro rechnen.
Bis Mittag hatten nach Angaben der Wahlkommission 385.092 Menschen gewählt, das entspricht 5,8 Prozent. Am höchsten lag der Wert in der Region Widin mit 8,12 Prozent, am niedrigsten in Kardschali mit 2,56 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt lagen der Kommission 13 Meldungen über Wahlverstöße vor. Landesweit fielen 20 Wahlgeräte wegen technischer Probleme aus.
Siebzehn Wahllokale in Österreich
Abgestimmt wird auch außerhalb des Landes: In 60 Staaten stehen insgesamt 613 Wahllokale bereit, maßgeblich ist jeweils die Ortszeit. Für Bulgarinnen und Bulgaren in Österreich gibt es 17 Wahllokale in allen Bundesländern, acht davon in Wien. Im Bulgarischen Kulturinstitut Haus Wittgenstein in Wien hatten bis 11 Uhr 80 Personen ihre Stimme abgegeben. Der Vorsitzende der dortigen Wahlkommission beschrieb den Tag als ruhig; weil zwei Wahlgeräte bereitstehen, bildeten sich keine Schlangen.
In Bulgarien fällt der Wahltag zudem mit der Umstellung auf die Winterzeit zusammen.
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