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Drei Höfe erhalten Biodiversitäts-Award in Innsbruck

Der Award wurde beim Innsbruck Nature Film Festival zum zweiten Mal verliehen. Das Land fördert Beratung und den Kauf heimischer Sträucher und Hecken.

Der Tiroler Biodiversitäts-Award wurde am Freitag, 9. Oktober, zum zweiten Mal verliehen. BIO AUSTRIA Tirol und das Land Tirol zeichneten beim Innsbruck Nature Film Festival in Innsbruck Landwirtschaftsbetriebe aus, die sich auf Feldern und Wiesen für die Artenvielfalt einsetzen.

Andreas Kimberger vom Biohof Treffern in Scheffau gewann in der Kategorie Grünland, Renate Triendl vom Hannesler Hof in Sistrans in der Kategorie Ackerbau und Sophia von Buchholz vom Hof Krippach in Absam im Gemüsebau. Einreichungen waren bis Ende Mai 2026 möglich. Eine Fachjury wählte je Kategorie drei Top-Projekte aus, besuchte die Betriebe und bewertete sie.

Ausgezeichnete Höfe schaffen Lebensräume

Am Biohof Treffern bieten Streuobstwiesen mit Totholz, eine Hutweide und Magerwiesen seltenen Wildbienen und geschützten Fledermäusen Lebensraum. Am Hannesler Hof wachsen sechs Kartoffelsorten und der alte „Rinner Winterweizen“, in dem Kornblumen blühen. Hecken und Blühflächen ergänzen die Äcker. Am Hof Krippach liegen Wiesen zwischen den Gemüsebeeten. Hecken und Streuobstbäume bieten Insekten, Vögeln und Kleintieren Rückzugsräume. Nützlinge helfen dort auch bei der Arbeit.

BIO AUSTRIA Tirol zählt aktuell 608 Mitgliedsbetriebe. Sie müssen höchste Standards und strenge Richtlinien zum Schutz der Artenvielfalt erfüllen. Ein Biodiversitäts- und Fruchtfolgenrechner überprüft die Vorgaben seit 2021. Besonders Betriebe in intensiv genutzten Regionen erreichen sie oft nicht. Deshalb unterstützt das Land Tirol aus Mitteln des Tiroler Naturschutzfonds ein Beratungs- und Förderangebot von BIO AUSTRIA Tirol.

Rund 80 Betriebe erhalten umfassende Beratung, 25 davon zusätzlich finanzielle Unterstützung beim Kauf heimischer Sträucher und Hecken. BIO-AUSTRIA-Geschäftsleiter Maximilian Gritsch nennt abgestuften Wiesenbau und Agroforst als Beispiele für Methoden, die Landwirtschaft und Artenvielfalt verbinden. Dabei werden Wiesen unterschiedlich oft gemäht beziehungsweise Bäume und Sträucher auf Acker- und Grünlandflächen gepflanzt.

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