Gericht eröffnet Sanierungsverfahren für G-MENÜ in Krems
Bild mit KI erstellt Neun Gläubiger sind betroffen. G-MENÜ strebt die Fortführung an und plant eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren.
Das Landesgericht Krems an der Donau hat am 15. Oktober 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen von Günther Gattinger eröffnet. Gattinger betreibt unter dem Namen „G-MENÜ“ ein Unternehmen der Gastronomie- und Cateringbranche.
Der Betrieb besteht seit 1994 und betreut nach eigenen Angaben zahlreiche Kunden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Zubereitung und Zustellung von Speisen. G-MENÜ bietet Catering für Veranstaltungen an und versorgt auch Privatpersonen und Haushalte laufend mit Essen. Bei der Insolvenzeröffnung beschäftigte Gattinger sieben Dienstnehmer.
Gattinger führt die Insolvenz auf mehrere wirtschaftliche Belastungen zurück. Allgemeine Kostensteigerungen bei Energie, Personal und Wareneinsatz hätten die Ertragslage belastet. Außerdem sei 2026 ein bedeutender Kunde verloren gegangen, wodurch ein wesentlicher Teil des Umsatzes weggefallen sei. Anpassungen im Personalbereich hätten erst verzögert gewirkt. Schließlich sei ein Liquiditätsengpass eingetreten, durch den laufende Verbindlichkeiten nicht mehr hätten erfüllt werden können.
Gattinger plant die Fortführung des Betriebs
Von dem Verfahren sind neun Gläubiger betroffen. Die Gesamtforderungen lassen sich derzeit nicht abschließend beziffern. Laut den Antragsangaben verfügt Gattinger über Betriebsmittel und liquide Mittel, die die Durchführung des Verfahrens ermöglichen sollen. Eigene Liegenschaften sind nicht vorhanden.
Gattinger strebt die Fortführung des Unternehmens an und beabsichtigt, den Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten. Vorgesehen ist eine Quote von 20 Prozent für die Insolvenzgläubiger, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans. Im Verfahren wird geprüft, ob die Quote für die Gläubiger günstiger ist als eine Liquidation und Verwertung des Unternehmens. Auch die Finanzierbarkeit des Sanierungsplans wird geprüft.
Forderungen können bereits über den AKV angemeldet werden. Die Anmeldefrist endet am 2. Dezember 2026. Insolvenzverwalter ist Mag. Rainer Samek. Die Prüfungstagsatzung ist für den 16. Dezember 2026 angesetzt.
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