NÖ-Pflegelandkarte bündelt Pflegewege und Förderungen

Das Portal zeigt Ausbildungswege von der Mittelschule bis zum Studium und bietet auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern Orientierung.
Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister stellte die neue digitale Pflegelandkarte bei einem Pressegespräch gemeinsam mit Robert Langenberger und Cornelia Russ von der Facultas Verlags- und Buchhandels AG vor.
Das Portal bietet Schülerinnen und Schülern sowie allen Interessierten Orientierung bei der Suche nach passenden Ausbildungen in Pflege und Betreuung. Es ist für mobile Endgeräte optimiert und unter pflegelandkarte-noe.at abrufbar.
Sieben Wege führen in die Pflege
Die Karte zeigt sieben Wege in den Pflegebereich. Dazu zählen ein Ausbildungsbeginn bereits in der Mittelschule, Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz, Sozialbetreuungsberufe sowie ein Studium der Gesundheits- und Krankenpflege.
Auch Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie Menschen, die nach einer Pause wie der Karenz wieder einsteigen möchten, finden dort passende Möglichkeiten. Das Land, die Landesgesundheitsagentur und Träger wie das Rote Kreuz und der Samariterbund hatten ihre Angebote bisher getrennt präsentiert. Nun sind sie auf einer regional und lokal gegliederten Plattform gebündelt.
Land fördert Ausbildung und baut Pflegeinfrastruktur aus
Seit dem Start der NÖ Pflegeausbildungsprämie im September 2022 haben 5.713 Personen die Förderung in Anspruch genommen. Insgesamt wurden 49,1 Millionen Euro ausbezahlt. Seit 1. Jänner 2026 beträgt die Prämie grundsätzlich 658,40 Euro monatlich. Den NÖ Bildungsscheck erhielten seit seinem Start im Februar 2022 6.354 Personen. Dafür wurden 4,7 Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet.
Mit dem Pflege- und Betreuungsscheck lassen sich etwa ein Treppenlift oder ein Pflegebett finanzieren. Im Jahr 2025 wurden mehr als 27.000 dieser Schecks in Anspruch genommen. Die soziale Alltagsbegleitung startete 2021 mit rund 40.500 Stunden. Im Jahr 2025 waren es mehr als 200.000 Einsatzstunden.
Das Land will über mehrere Jahre insgesamt 300 Millionen Euro in den Ausbau der stationären Pflegeinfrastruktur investieren. Im Gesundheits- und Pflegecluster Krems entsteht mit einer Investition von 12,6 Millionen Euro das österreichweit erste Lehrpflegeheim. Es soll Auszubildende mit den Anforderungen der Langzeitpflege vertraut machen. In Niederösterreich stehen nach Angaben der Landesrätin ungefähr 2.300 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
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