Golf-Krise: Iran meldet sieben getroffene Schiffe, Trump spricht von Erfindung
Bild mit KI erstellt Irans Revolutionsgarden geben an, vier Öltanker angegriffen zu haben, drei weitere Schiffe seien auf Minen gelaufen. Trump wirft Teheran erfundene Treffer vor. Brent kostet 112 Dollar.
Im Persischen Golf hat sich die Lage erneut zugespitzt. Die Marine der iranischen Revolutionsgarden gibt an, am Donnerstag vier Schiffe angegriffen zu haben, die im nördlichen Teil des Golfs Öl von Schiff zu Schiff umluden. Alle vier stünden in Flammen, heißt es in der Mitteilung. Drei weitere Schiffe seien westlich der Straße von Hormus auf Seeminen gelaufen und hätten stoppen müssen. Unabhängig überprüft sind diese Angaben bisher nicht.
Als Begründung nennt Teheran die Route der Schiffe: Sie hätten zuvor einen Weg durch die Straße von Hormus genommen, den der Iran nicht anerkennt. Gemeint sind die südlichen Fahrrinnen nahe der Küste Omans, die die US-Regierung der Schifffahrt empfiehlt, um iranische Gebühren und Kontrollen zu umgehen.
Drohung in Richtung US-Stützpunkte
Zugleich richteten die Revolutionsgarden eine Warnung an das US-Militär. Setzten die USA ihre Provokationen fort, könne die Antwort breiter ausfallen und sich gegen amerikanische Stützpunkte in der Region richten.
US-Präsident Donald Trump wies die iranische Darstellung auf seiner Plattform Truth Social zurück. Der Iran wolle vor der Zwischenwahl in den USA den Ölpreis in die Höhe treiben und erfinde dafür Treffer und Minen, schrieb er. Durch die Straße von Hormus fließe inzwischen sogar mehr Öl als vor Beginn des Konflikts.
Ölpreis auf höchstem Stand seit Mai
Der Ölpreis kletterte am Donnerstag weiter. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent wurden am Morgen 112 Dollar fällig, so hoch lag der Preis zuletzt am 18. Mai.
Ob und wie stark die gemeldeten Schiffe tatsächlich beschädigt sind, lässt sich derzeit nicht unabhängig klären. Sowohl die Zahl der Treffer als auch Trumps Gegenbehauptung stammen jeweils von einer Konfliktpartei.
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