Hackathon-Teams entwickeln in Klagenfurt Drohnen- und Schutztechnik

Die Teams arbeiten an Navigation ohne verlässliche Satellitensignale, Roboterschwärmen und Schutzsystemen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie am Samstag, 17. Oktober, vor einer Jury.
Beim EUDIS Defence Hackathon in Klagenfurt, der von 15. bis 17. Oktober dauert, erarbeiten internationale Entwicklungsteams innerhalb von 48 Stunden Lösungsansätze und erste Prototypen. Fachleute aus Forschung, Industrie und Verteidigung begleiten sie. Ihre Ergebnisse stellen die Teams am Samstag, 17. Oktober, einer Jury vor.
Den österreichischen Standort organisiert der Defence Innovation Hub Austria (DIHA). Gearbeitet wird im Lakeside Science & Technology Park und im MAKERSPACE Carinthia. Klagenfurt ist einer von acht europäischen Austragungsorten der Herbstausgabe. Ihr Leitthema lautet „Autonomy on the Battlefield“.
Die Teams befassen sich mit drei Aufgaben: Navigation ohne verlässliche Satellitensignale, Koordination von Drohnen- und Roboterschwärmen sowie Schutzsysteme für Soldatinnen und Soldaten. Die Wirtschaftskammer Kärnten verweist auch auf mögliche zivile Anwendungen einzelner Ansätze, etwa im Katastrophenschutz, bei Such- und Rettungseinsätzen oder bei der Inspektion kritischer Infrastruktur.
Klagenfurt bietet Anlagen für die Drohnenforschung
An der Universität Klagenfurt wird seit Jahren zu autonomen Drohnen, ihrer Navigation und ihrem Zusammenspiel geforscht. Im Lakeside Park gibt es eine Indoor-Drohnenhalle und den 1.000 Quadratmeter großen Outdoor Drone Space Austria. Der MAKERSPACE Carinthia bietet Werkstätten und Möglichkeiten, Prototypen praktisch zu entwickeln.
Gefragt sind Kenntnisse in Softwareentwicklung, künstlicher Intelligenz, Elektronik, Sensorik, Robotik und Fertigung. Laut Wirtschaftskammer Kärnten eröffnet der Hackathon auch Unternehmen außerhalb der Verteidigungsbranche Zugang zu diesem Bereich und bringt regionale Technologiekompetenz mit internationalen Partnern und praktischen Anforderungen zusammen.
Österreichische und slowenische Beteiligte arbeiten an gemeinsamen technologischen Herausforderungen. Der Projektleiter des Hackathons, Peter Weidinger, sagt, die Teams könnten ihre Ideen mit Fachleuten besprechen und weiterentwickeln. Er wolle, dass aus der Zusammenarbeit Projekte entstehen, die über die drei Veranstaltungstage hinaus Bestand haben. Für die Siegerteams bietet das anschließende EUDIS-Mentoringprogramm Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Projekte.
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