Haus für Kinderkultur entsteht durch Umbau in Floridsdorf

Der Umbau hat begonnen. Nahe dem Bahnhof Floridsdorf entstehen auf rund 3.500 Quadratmetern ein zweiter ZOOM-Standort und ein Zentrum für Kinderliteratur.
Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Barbara Novak, Bildungsstadträtin Bettina Emmerling und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler markierten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bezirks, der Wien Holding, der ARWAG und der künftigen Nutzerinnen und Nutzer den Beginn der Umbauarbeiten.
Die Pläne für das Haus wurden im November 2023 unter Beteiligung von Bürgermeister Michael Ludwig erstmals öffentlich präsentiert. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Floridsdorf wird ein ehemaliges Bürogebäude umfassend saniert. Auf rund 3.500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen ein zweiter Standort des ZOOM Kindermuseums und ein Zentrum für Kinderliteratur. Die künftige Adresse lautet Rechte Nordbahngasse 3. Ab Ende 2028 soll dort ein kulturelles Angebot entstehen.
Das Haus soll Kindern und Jugendlichen spielerisch, interaktiv und altersgerecht Zugang zu Kunst, Literatur, Medien und Wissenschaft ermöglichen. Mehrsprachigkeit, Inklusion, Diversität und kulturelle Teilhabe bilden zentrale Grundlagen des Angebots. Als Besucherinnen und Besucher sind Schulen, Kindergärten, Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit, Familienzentren und Vereine vorgesehen. Gemeinsame Flächen sollen den Austausch fördern.
Der zweite ZOOM-Standort soll Kindern und Familien interaktive Begegnungen mit Kunst, Kultur, Medien, Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Kreativ-, Atelier- und Laborangebote sollen zum gemeinsamen Entdecken, Experimentieren und Gestalten anregen. Das Zentrum für Kinderliteratur richtet sich an Kinder, die bereits gerne lesen, und an jene, die bisher wenig Zugang zu Büchern und Geschichten gefunden haben. In Veranstaltungs- und Kreativräumen sowie auf Ausstellungsflächen stehen Lesen, Vorlesen, Schreiben, Diskutieren und eigenes Gestalten im Mittelpunkt.
Das Projekt ist kein Neubau auf bislang unversiegelter Fläche. Stattdessen wird ein bestehendes Bürogebäude aus dem Ende der 1990er-Jahre weiterentwickelt. Das Betonskelett bleibt erhalten. Der Entwurf stammt von Kuehn Malvezzi Architects. Geplant sind eine thermische Sanierung, neue Fenster, Photovoltaik am Dach, eine modernisierte Gebäudetechnik und eine farbige Keramikfassade.
ARWAG verantwortet die Sanierung des Bürogebäudes
Nach Berechnungen, die bei der Projektvorstellung 2023 präsentiert wurden, soll die Anpassung des Bestands den CO₂-Fußabdruck gegenüber einem Neubau um rund 50 Prozent reduzieren. Dadurch sollen rund 600 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die ARWAG ist Bauherrin und verantwortet die Sanierung und Weiterentwicklung des Gebäudes. Die Swietelsky AG führt die Generalunternehmerleistungen durch. Die Kultur Raum Wien GmbH ist Trägergesellschaft und organisatorisches Dach des künftigen Hauses und begleitet die Sanierung und den Umbau.
Durch die Lage unmittelbar am Bahnhof Floridsdorf ist das Haus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Als mögliche Besucherinnen und Besucher nennt die Stadt Familien aus Floridsdorf und Donaustadt sowie Menschen aus Wien und darüber hinaus.
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