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Industrie fordert in Innsbruck mehr Tempo bei der Industriestrategie

Industrievertreter fordern in Innsbruck mehr Tempo bei der Industriestrategie. Bis 31. Juli 2026 waren 14 von 117 Maßnahmen umgesetzt.

Die Spitzenvertreter:innen der Industriesparten der Wirtschaftskammern Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Kärnten kamen am 1. und 2. Oktober 2026 in Innsbruck zu einem Kooperationstreffen zusammen. Sie forderten mehr Tempo bei der Umsetzung der österreichischen Industriestrategie.

Zu den genannten Spartenobleuten zählten Michael Velmeden (Kärnten), Markus Comploi (Vorarlberg), Karlheinz Wex (Tirol) und Erich Frommwald (Oberösterreich). Als Spartenobfrau wurde Anita Wautischer (Salzburg) angeführt. Mit der Industriestrategie Österreich 2035 verankerte die Bundesregierung Anfang des Jahres die Stärkung der Industrie erstmals in der Zweiten Republik in einem Regierungsprogramm. Die Vertreter:innen waren sich einig, dass dies ein wichtiges Signal sei.

Mit Stand 31. Juli 2026 waren 14 der geplanten 117 Maßnahmen umgesetzt. Zugleich gehen in Österreichs Industrie aktuell rund 10.000 Arbeitsplätze pro Jahr verloren. Der Tiroler Spartenobmann Karlheinz Wex, der zum Treffen eingeladen hatte, warnte: „Verlorene Arbeitsplätze kommen meist nicht wieder und Firmen verlagern ins Ausland, wenn Österreich zu teuer ist.“

Die Industrievertreter:innen drängen vor allem auf Fortschritte bei den Energiekosten und auf schnellere Genehmigungsverfahren im Energiesektor. Bei der Forschungsprämie wenden sie sich gegen eine weitere Einschränkung und wollen den niederschwelligen Zugang erhalten. Um den Fachkräftebedarf zu sichern, fordern sie eine Stärkung der Lehre, einen Ausbau der HTL-Ausbildung und eine bessere Nutzung der Rot-Weiß-Rot-Karte.

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