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Kärnten will 135 Millionen Euro in die Wasserschiene investieren

Für die Wasserschiene sind 135 Millionen Euro und mehr als 135 Leitungskilometer vorgesehen. Rund die Hälfte der Investition trägt das Land Kärnten.

Landeshauptmann Daniel Fellner sprach am Mittwoch, 14. Oktober, bei einer EU-Konferenz im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte in Brüssel über Kärntens Wasserversorgung, Hochwasserlagen und die Folgen des Klimawandels. Für die Wasserschiene will das Land in den kommenden Jahren 135 Millionen Euro investieren, rund die Hälfte davon trägt das Land Kärnten. Mit insgesamt mehr als 135 Leitungskilometern will das Land zentrale Orte verbinden und Trinkwasserengpässe innerhalb Kärntens besser ausgleichen.

Die Wasserresilienz-Allianz wurde auf EU-Ebene bereits im März gegründet. Sie soll regionale Kompetenzen bündeln, konkrete Vorschläge in den europäischen Gesetzgebungsprozess einbringen, die künftige Wasserversorgung sichern und Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser koordinieren. Regionen aus zehn EU-Mitgliedstaaten arbeiten an der Initiative mit.

Fellner setzt auf Wasserverteilung und Vorsorge

Fellner betonte, dass Trockenperioden und Hochwasserereignisse künftig an Zahl und Intensität zunehmen werden. Als einen Ansatz nannte er, Wasser stärker in der Landschaft zu verteilen. Das könne Hochwasserspitzen verringern und zugleich die Grundwasserreserven unterstützen und erhalten.

Als laufende Pilotprojekte in Kärnten führte Fellner unter anderem das „WasserRadar Kärnten“ in der Gemeinde Neuhaus an. Zusätzlich verwies er auf Investitionen in die Infrastruktur.

Fellner verwies auf Erfahrungen aus der Vergangenheit: Nach schweren Unwettern und Überschwemmungen habe Österreich mit Mitteln aus dem EU-Solidaritätsfonds wichtige beschädigte Infrastruktur wiederherstellen können. Er bezeichnete Unterstützungen während und nach Katastrophen als wichtige und sichtbare Zeichen europäischer Solidarität. Für die kommende EU-Finanzperiode sprach er sich für Mittel für langfristige Investitionen in Prävention, Wasserrückhalt, Versorgungssicherheit und resiliente Infrastruktur aus. Europa solle stärker in Vorsorge investieren und den Regionen eine starke Stimme geben. Zudem lud Fellner alle Regionen ein, sich an der Wasserallianz zu beteiligen.

Lagger-Pöllinger betont die Rolle der Gemeinden

Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Gemeinde-, Umwelt- und Naturschutzreferentin, sagte, Vorsorge müsse sich an den konkreten Gegebenheiten vor Ort orientieren. Gemeinden und Regionen seien sowohl mit Starkregen und Hochwasser als auch mit längeren Trockenphasen konfrontiert. Wasser als wertvolle Ressource zu schützen, Risiken frühzeitig zu erkennen und natürliche Lebensräume widerstandsfähig zu halten, sei dafür wichtig. Nötig seien abgestimmte Maßnahmen und gute Rahmenbedingungen, die die Arbeit vor Ort unterstützen.

Der Austausch in Brüssel soll regionale Erfahrungen sichtbar machen und die Bedeutung der Regionen für eine vorausschauende europäische Wasserpolitik unterstreichen. Für Kärnten stehen die langfristige Sicherung der Wasserversorgung, ein besserer Schutz vor Naturgefahren und die Unterstützung der Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Mittelpunkt.

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