Kelag baut Biomasse-Dampfkesselanlage in Pinkafeld

Die Anlage soll Austrotherm mit Prozessdampf versorgen und die Fernwärme in Pinkafeld auf erneuerbare Energie umstellen.
Mit dem Spatenstich am 13. Oktober hat Kelag Energie & Wärme den Bau einer neuen Biomasse-Dampfkesselanlage in Pinkafeld gestartet. Die Investition beträgt rund 13 Millionen Euro.
Die Anlage soll Austrotherm mit Prozessdampf versorgen und die regionale Wärmeversorgung auf erneuerbare Energie umstellen. Sie ist auf eine Leistung von rund 6 Megawatt ausgelegt und wird durch Wärmerückgewinnung, eine elektrische Wärmepumpe und Speichertechnologie ergänzt. Kelag Energie & Wärme ist Alleineigentümerin der Anlage.
Die Anlage verbindet Industriebedarf und Fernwärme
Die Dampferzeugung soll flexibel auf den jeweiligen Produktionsbedarf reagieren können. In Verbindung mit dem Wärmebedarf der Stadt entsteht ein Energiesystem, in dem Prozessdampf und Fernwärme aufeinander abgestimmt werden. Rauchgaskondensation und eine Hochtemperatur-Wärmepumpe machen einen wesentlichen Teil der im Rauchgas enthaltenen Energie für die Wärmeversorgung nutzbar.
Das Fernwärmenetz in Pinkafeld ist rund 15 Kilometer lang. Eine zentrale Wärmeversorgung wurde dort bereits Anfang der 1960er-Jahre aufgebaut. Die neue Anlage eröffnet laut Projektangaben Möglichkeiten für zusätzliche Anschlüsse und eine weitere Verdichtung des Netzes.
Die bestehenden Erdgaskessel bleiben nach der Inbetriebnahme als Reserve- und Spitzenlastanlagen erhalten. Sie können bei besonders hoher Nachfrage oder während Wartungsarbeiten die Wärmeversorgung absichern. Die Bauarbeiten dauern rund eineinhalb Jahre, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Für das Projekt sind CO₂-Einsparungen von 5.200 Tonnen pro Jahr angegeben.
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