KunstHausWien zeigt Renata Poljaks Ausstellung „More“
Bild mit KI erstellt Renata Poljaks Ausstellung „More“ ist von 12. November 2026 bis 14. März 2027 im Projektraum Garage bei freiem Eintritt zu sehen.
Das KunstHausWien zeigt Renata Poljaks Einzelausstellung „More“ vom 12. November 2026 bis 14. März 2027 im Projektraum Garage. Der Eintritt ist frei.
Die von der neuen Chefkuratorin Başak Şenova kuratierte Schau eröffnet am 12. November den zweijährigen Ausstellungszyklus „Aqua – Water in Motion“. Eine Presseführung ist an diesem Tag um 18 Uhr angesetzt. Das Gesamtprogramm wird im Jänner 2027 präsentiert.
Das Meer verbindet Aufbruch und Warten
Das Meer steht in der Ausstellung für Aufbruch und die Sehnsucht nach etwas jenseits des Bestehenden. Das Werkensemble verbindet Inseln und Leben ebenso wie ökologische Katastrophen und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Ausgangspunkt ist die Neonskulptur „more, more, more“. Der Titel spielt mit dem kroatischen Wort „more“, das „Meer“ und „Last“ bedeutet, sowie mit dem englischen Wort „more“ für „mehr“.
Poljak verknüpft ihre persönliche Familiengeschichte mit Geschichten von Migration und Vertreibung der Gegenwart. Ihr Urgroßvater verließ wegen der Dürre auf seiner Heimatinsel Brač die Insel, um in Chile Arbeit zu suchen. Seine Frau blieb zurück und wartete auf ihn. Wie viele Männer, die fortgingen, kehrte er nie zurück.
Poljaks Filme erzählen von Migration und Erinnerung
In „Partenza“ (2016) verbindet Poljak die Migration von den kroatischen Inseln zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit heutigen Flucht- und Migrationsbewegungen über das Meer. „Yet Another Departure“ (2018) zeigt eine Frau, die seit einem Jahrhundert auf das Meer blickt und auf ihren Ehemann wartet. Im Laufe der Jahre erlebt sie fünf verschiedene politische Regime.
Der Film „Porvenir“ (2020) führt in eine chilenische Siedlung in Feuerland, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von kroatischen Einwander*innen gegründet wurde. Vier Fotocollagen aus der Serie „Partenza“ (2016–2026) führen die Erzählung weiter und eröffnen zusätzliche Perspektiven auf Migration, Erinnerung und Zugehörigkeit.
Renata Poljak ist bildende Künstlerin und Filmemacherin aus Kroatien. Sie arbeitet mit Film, Video, Fotografie, Installation, Zeichnung und Neon und verbindet oft dokumentarisches Material mit inszenierten, fiktionalen Elementen. Zu ihren Themen zählen Erinnerung, Migration und Vertreibung sowie die sozialen Folgen von Kriegen und sozialen und politischen Umbrüchen, besonders im ehemaligen Jugoslawien. Begleitend zur Ausstellung findet am 1. März 2027 ein Gespräch mit Poljak, der Kuratorin Başak Şenova und Branko Franceschi statt. Franceschi ist Direktor des Nationalmuseums für Moderne Kunst in Zagreb und ein langjähriger Wegbegleiter von Poljak und Şenova.
Die Eröffnung findet am 11. November um 19 Uhr im Rahmen der vienna art week 2026 statt.
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