Wien bindet Donut-Modell erneut in Klimafahrplan ein
Bild mit KI erstellt Die öffentliche Stellungnahme zum Wiener Klimafahrplan läuft bis 23. November 2026. Der Plan für 2027 bis 2031 greift das Donut-Modell erneut auf.
Bis Montag, 23. November 2026, können Interessierte zur Fortschreibung des Wiener Klimafahrplans Stellung nehmen. Der Plan bündelt zentrale Klimamaßnahmen für 2027 bis 2031 und greift das Donut-Modell erneut auf.
Die weltweiten Donut Days finden vom 20. bis 24. Oktober 2026 statt. In Wien gehören Workshops, Podiumsdiskussionen und Kunstveranstaltungen zum Festival. Die Stadt rückt dabei eine gerechte Ausgestaltung von Klimamaßnahmen in den Mittelpunkt.
Das Donut-Modell verbindet soziale Bedürfnisse mit ökologischen Grenzen
Die britische Ökonomin Kate Raworth entwickelte die Donut-Ökonomie als Rahmen für eine nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, die ökologische Belastungsgrenzen nicht überschreitet. Das Konzept berücksichtigt soziale Grundbedürfnisse gemäß den Sustainable Development Goals (SDGs).
Wien integrierte das Konzept 2025 in die Kreislaufwirtschaftsstrategie „Zirkuläres Wien – eine runde Sache“. Für die Fortschreibung untersuchte der Verein Donut Wien, wie die Wien-Prinzipien und Handlungsfelder des Klimafahrplans den Prinzipien der Donut-Ökonomie entsprechen. Nach Einschätzung des Vereins lassen sich die strategischen Ziele und die Struktur des Plans gut in das Modell einordnen.
Die Stadt berichtet, dass die Folgen längerer Hitzeperioden, von Dürre und schwindenden Wasserressourcen im Sommer 2026 in Wien besonders deutlich zu spüren waren. Sie hätten gezeigt, wie stark die Klimakrise die Stadt trifft, insbesondere Menschen, die bereits benachteiligt sind. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky nennt leistbares Wohnen, gute öffentliche Mobilität, ausreichend Grünräume sowie eine verlässliche Energie- und Wasserversorgung als Ziele. Klimapolitik solle Lebensgrundlagen schützen und neue Chancen eröffnen.
Die Stadt führt öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität als Beispiele an, die die Erreichbarkeit verbessern und Emissionen verringern. Wo weniger Autos stehen, kann Raum für Abkühlung, Aufenthalt, Begrünung und Spazierengehen entstehen. Das kann laut Stadt die Luftqualität verbessern, Hitzeinseln verringern, den Lebensraum erweitern und gesundheitliche Vorteile bringen.
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