LUMINA untersucht Dunkelfeld von Partnergewalt gegen Frauen

Das Kick-off findet am 8. Oktober 2026 in Wien statt. LUMINA soll bis Ende 2027 Grundlagen für Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung liefern.
Das KIRAS-Projekt LUMINA untersucht das Dunkelfeld von Gewalt gegen Frauen durch aktuelle oder frühere Partner. Das Kick-off-Meeting findet am 8. Oktober 2026 in Wien statt.
Die Projektbeschreibung bezeichnet Gewalt durch Partner oder Ex-Partner als häufigste Form von Gewalt in der Privatsphäre. Die Polizeiliche Kriminalstatistik und ausgesprochene Annäherungs- und Betretungsverbote bilden das sogenannte Hellfeld ab. Nicht angezeigte Gewalterfahrungen bleiben im polizeilichen Dunkelfeld. Als Gründe nennt die Aussendung unter anderem Scham, Angst vor Konsequenzen und fehlendes Wissen über Unterstützungsangebote.
Zunächst werden die Datenlage und der Forschungsstand für Österreich sowie relevante internationale Vergleichsstudien erhoben. Danach folgen die Entwicklung und Erprobung eines wissenschaftlich fundierten Fragebogens und eine repräsentative Befragung von Frauen in Österreich zu möglichen Gewalterfahrungen. Dabei sind Opferschutz und Traumasensibilität zu berücksichtigen.
Die Befragungsergebnisse sollen mit den Erkenntnissen der Kriminalstatistik verglichen werden. Dafür ordnet LUMINA die erhobenen Gewalthandlungen strafrechtlich relevanten Delikten zu. Die bis Ende 2027 gewonnenen Erkenntnisse sollen eine fundierte Grundlage schaffen, um Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung gezielt weiterzuentwickeln. Das Projekt wird im Rahmen von KIRAS finanziert, dem Sicherheitsforschungsförderprogramm des Bundesministeriums für Finanzen, das die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft abwickelt. Bedarfsträger sind das Büro 1.7 – Gewaltschutz im Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaft und Forschung der SIAK.
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