Tirol empfiehlt Rauchmelder-Test vor dem Brandschutztag

Zum Brandschutztag am 9. Oktober empfiehlt das Land Tirol Rauchmeldertests und nennt einfache Schritte, um Brandrisiken im Haushalt zu senken.
Anlässlich des Brandschutztages am 9. Oktober erinnert das Land Tirol an Maßnahmen zur Brandvermeidung und an den vorbeugenden baulichen Brandschutz. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler sagt, ein bewusster Umgang mit Gefahrenquellen könne das Brandrisiko deutlich senken und Menschenleben sowie Sachwerte schützen.
Das Land empfiehlt, in Wohn- und Aufenthaltsräumen sowie in Gängen, die als Fluchtwege dienen, zumindest einen Rauchwarnmelder am höchsten Punkt des Raumes anzubringen. Die Geräte sollten regelmäßig mit der vorgesehenen Testtaste überprüft werden. Landesfeuerwehrinspektor René Staudacher erklärt, ein funktionierender Rauchwarnmelder könne frühzeitig warnen und so Zeit schaffen, um sich und andere in Sicherheit zu bringen.
Brennende Kerzen und offenes Kaminfeuer sollen nie unbeaufsichtigt bleiben. Elektrogeräte sollten bei Nichtgebrauch nach Möglichkeit stromlos geschaltet und defekte Geräte nicht weiterverwendet werden. Asche darf erst entsorgt werden, wenn sie vollständig ausgekühlt ist. Feuerlöscher müssen in Österreich in Betrieben und Privathaushalten alle zwei Jahre von zertifizierten Sachkundigen überprüft werden. Im Ernstfall soll man das Gebäude verlassen, andere warnen und die Feuerwehr unter 122 verständigen.
Tirol qualifiziert Sachverständige für den Brandschutz
Das Tiroler Bildungsinstitut Grillhof bietet gemeinsam mit der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und dem Tiroler Gemeindeverband einen Zertifikatslehrgang für hochbautechnische Sachverständige an. Seit dem Start Ende 2024 wurden rund 120 amtliche und nichtamtliche Sachverständige qualifiziert. Der sechste Lehrgang beginnt im Jänner 2027.
Zum Lehrstoff zählen unter anderem Bau- und Raumordnungsrecht, technische Bauvorschriften, die OIB-Richtlinien sowie Feuerpolizei und Veranstaltungsrecht. Der Lehrgang verbindet Theorie und Praxis. Für Absolventinnen und Absolventen gibt es außerdem immer wieder Vertiefungsseminare.
Laut Land stärkt die Zusatzqualifikation die Fachkompetenz vor Ort und kann Bauverfahren effizienter machen. Bei bestimmten Bauvorhaben können entsprechend geschulte Sachverständige brandschutztechnische Aspekte selbst mitbeurteilen. Johannes Pleifer, Geschäftsführer der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung, betont, dass Risiken möglichst früh in der Planung erkannt und fachlich beurteilt werden sollten.
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