Mehr als 200 Evakuierte aus Oleschky in der Ukraine erreichen Belarus
KI-Bild Mehr als 200 Evakuierte erreichten Belarus. Busse brachten sie Richtung Ukraine, wo ihre Ankunft binnen Stunden erwartet wurde.
Mehr als 200 Menschen verließen Oleschky im Zuge einer Evakuierung. Die Frontstadt liegt im Süden der Ukraine und steht unter russischer Kontrolle. Am Samstag setzten vier Flugzeuge mit den Evakuierten in der belarussischen Stadt Gomel auf, die unweit der Grenze zur Ukraine liegt.
Für die Evakuierung und Hilfslieferungen ebneten die USA den Weg zu einer örtlichen Waffenruhe. Sie sollte bis Sonntag gelten.
Die Busfahrt führte über die Krim bis in die russische Stadt Anapa. Von dort flogen die Menschen nach Belarus. Nach der Landung fuhren sie mit Bussen Richtung Ukraine weiter. Ihre Ankunft auf ukrainischem Gebiet wurde in den folgenden Stunden erwartet.
In Oleschky trafen Hilfslieferungen mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln ein.
Am Freitag erfolgte die Evakuierung in Anwesenheit des ukrainischen Beauftragten Lubinez und seiner russischen Kollegin Jana Lantratowa. Beide sprachen US-First-Lady Melania Trump ihren Dank aus, weil sie die mehrtägige Waffenruhe vermittelt hatte. Für Menschen in Städten an der Front sind weitere Hilfsmaßnahmen möglich.
Viele Bewohner bleiben trotz zerstörter Häuser in Oleschky
Oleschky könnte noch rund 1.700 Einwohner zählen. Vor dem Krieg hatte die Stadt 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Viele Bewohnerinnen und Bewohner blieben trotz zerstörter Häuser und knapper Nahrung in Oleschky. Ihre Haustiere begleiteten einige von ihnen.
Eine verlässliche Telefon- oder Internetverbindung zur Außenwelt bestand in Oleschky nicht mehr. Minen und Panzersperren befanden sich in dem Gebiet, das das russische Militär abgesperrt hatte. Angriffe ukrainischer Drohnen wurden als besonders bedrohlich eingeschätzt. Den Evakuierten mangelte es an Kraft, sie waren erschöpft.
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