Obama erhebt in Cleveland und Detroit Vorwürfe gegen Trump
Bild mit KI erstellt US-Präsident Donald Trump antwortet auf die Wahlkampfattacken mit Anschuldigungen gegen Barack Obama und Senatskandidat Abdul El-Sayed.
Der frühere US-Präsident Barack Obama unterstützt die Demokraten vor den Kongresswahlen am 3. November mit Wahlkampfauftritten in Cleveland und Detroit. Gegen Präsident Donald Trump von den Republikanern richtete sich dabei unter anderem der Vorwurf der Korruption. So offen und auf Kosten der Bevölkerung habe noch kein Präsident seinen eigenen Reichtum vermehrt, kritisierte Obama mit Blick auf seinen Nachfolger.
In Michigan machte Obama Wahlkampf für den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed. Obama hatte das Präsidentenamt von 2009 bis 2017 inne.
Zu Obamas Angriffspunkten gehörten die Umbauten im Weißen Haus. Ein neuer Hubschrauberlandeplatz, Änderungen am Rosengarten und Pläne für einen großen, für Bälle vorgesehenen Saal zählen zu den Vorhaben, die seit Trumps Rückkehr öffentlich in Aussicht gestellt wurden oder schon verwirklicht sind. Trump hatte im Wahlkampf niedrigere Lebenshaltungskosten für amerikanische Familien versprochen.
Trump reagiert mit Anschuldigungen gegen Obama und El-Sayed
Trump hatte seine Stimme bereits am 24. Oktober vorzeitig in einem Wahllokal in West Palm Beach im Bundesstaat Florida abgegeben, nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago. Am Revers trug er einen Aufkleber mit der Aufschrift „Voted“. Bei der Stimmabgabe hielt er abermals an einer unwahren Darstellung fest: Er sei bei der Präsidentschaftswahl 2020 mit einem Vorsprung von Millionen Stimmen als Sieger hervorgegangen, obwohl die Wahl manipuliert gewesen sei.
Am Morgen des 25. Oktober antwortete Trump auf Truth Social mit Angriffen auf Obama und El-Sayed. Trump machte Obama zum Vorwurf, dem Iran Milliarden gezahlt und damit dessen Möglichkeiten verbessert zu haben, an eine Atomwaffe zu gelangen. Dem Senatskandidaten El-Sayed unterstellte Trump Verbindungen zum Dschihadismus und zur Muslimbruderschaft sowie Hass auf Juden, Schwarze und Amerikaner. Außerdem stellte Trump dessen Qualifikation als Arzt infrage. Trumps Anschuldigungen gegen El-Sayed blieben unbelegt.
Republikaner wollen ihre Mehrheiten im Kongress halten
Bei den Zwischenwahlen wird das Repräsentantenhaus vollständig neu gewählt, während im Senat nur ein Teil der Mandate zur Wahl steht. Die Republikaner kämpfen um den Erhalt ihrer knappen Mehrheiten in beiden Kongresskammern.
Noch ehe die Zwischenwahlen stattfinden, sollten nach Trumps Plänen wesentlich strengere Vorgaben für die Briefwahl gelten. Angeblich ging es ihm darum, Betrug bei der Wahl zu unterbinden. Dass Trump früher selbst per Brief gewählt hat, obwohl er diese Form der Stimmabgabe ablehnt, halten ihm Kritiker vor.
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