ÖBB starten Bieterverfahren für Stadtquartier in Villach

Auf dem rund 18.700 Quadratmeter großen Areal soll ein gemischt genutztes Quartier entstehen. Interessierte können sich bis 17. Dezember registrieren.
Die ÖBB haben ein öffentliches schriftliches Bestbieterverfahren für das frühere Bahnareal am Villacher Westbahnhof gestartet. Für die rund 18.700 Quadratmeter große Fläche zwischen Italiener Straße, Steinwenderstraße und der Bahnstrecke wird ein Baurecht für 80 Jahre vergeben.
Interessierte können sich bis 17. Dezember 2026 registrieren. Verbindliche Angebote sind bis 31. März 2027 einzureichen. Das Baurecht soll am 1. Jänner 2028 beginnen.
Das Quartier soll Wohnen, Arbeit und soziale Infrastruktur verbinden
Auf dem Areal ist ein Stadtquartier mit sozialem und freifinanziertem Wohnbau, Arbeitsplätzen und Angeboten für den täglichen Bedarf geplant. Zur sozialen Infrastruktur sollen eine Kindertagesstätte und ein Kindergarten gehören. Vorgesehen sind auch öffentliche Frei- und Erholungsflächen.
Das Entwicklungsgebiet liegt nahe dem Villacher Westbahnhof und ist laut ÖBB über den Bahnhof sowie die Bushaltestelle „CHS Villach Westbahnhof“ an den öffentlichen Verkehr angebunden. Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungsbetriebe und Bildungseinrichtungen befinden sich im nahen Umfeld.
Das Projekt geht auf den europäischen Architekturwettbewerb EUROPAN E15 zurück. Stadt, Land und ÖBB entwickelten die städtebaulichen und gestalterischen Grundlagen gemeinsam weiter und hielten sie in einem Qualitätshandbuch fest. Die Entwicklung nach den Kriterien des klimaaktiv-Standards ist im städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Villach und der ÖBB-Infrastruktur AG verankert. Der Bebauungsplan sieht drei Bauabschnitte vor. Geplant sind überwiegend Gebäude mit drei bis fünf Geschoßen. Einzelne Gebäudeecken können bis zu sieben Geschoße erreichen. Für die drei Bauabschnitte sind dauerhaft rund 5.200 Quadratmeter Grünflächen vorgesehen.
Für die Energieversorgung ist ein zentrales, gebäudeübergreifendes System geplant, das lokale Umweltenergie, Fernwärme und vor Ort erzeugten Photovoltaikstrom kombiniert. Ein Niedertemperatur-Energienetz kann zur Wärmeversorgung sowie zur Temperierung und Kühlung der Gebäude genutzt werden. Für Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen ist ein mögliches Ausbaupotenzial von rund 500 bis 800 kWp vorgesehen. Zum Quartierskonzept gehört außerdem eine zweigeschoßige Tiefgarage.
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