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Eine Gruppe festlich gekleideter Menschen posiert vor Veranstaltungslogos auf einer Bühne.

Die Bahnverbindung Graz–Klagenfurt dauert 41 Minuten. Am Knoten St. Paul/Lavanttal stieg die Zahl der Ein- und Aussteigenden auf 3.200 pro Tag.

Beim dritten AREA Süd Wirtschaftsforum Unterkärnten im KUSS Wolfsberg ging es darum, was sich durch die Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark verändert hat und welche Aufgaben noch vor der Region liegen. Rund 130 Unternehmer:innen, Entscheidungsträger:innen und Expert:innen folgten der Einladung der WK-Bezirksstelle Wolfsberg in Kooperation mit Raiffeisen Kärnten und der Kleinen Zeitung.

Matthias Reith, Senior Ökonom bei Raiffeisen Research, sprach über Inflation, Konjunktur und Zinsen. Christian Holzer, Leiter Asset-Management der ÖBB-Infrastruktur AG, zog anschließend Bilanz über die ersten Monate der Koralmbahn und ihre Bedeutung für die Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark.

Ein Jahr nach der Eröffnung dauert die Fahrt mit der Bahn zwischen Graz und Klagenfurt 41 Minuten. Das sind rund 77 Prozent weniger Fahrzeit als auf der bisherigen Bahnverbindung und 54 Minuten weniger als mit dem Pkw. Rund 10.000 Reisende nutzen die Koralmbahn täglich. Parallel dazu sank der Straßenverkehr auf der Autobahn um 6,3 Prozent. Am Knoten St. Paul/Lavanttal stieg die Zahl der Ein- und Aussteigenden binnen eines Jahres von 575 auf 3.200 pro Tag. Mit dem Semmering-Basistunnel, dessen Fertigstellung für 2029 geplant ist, stehen vor allem auf der Verbindung Wien–Klagenfurt weitere Fahrzeitgewinne bevor.

Forumsteilnehmende diskutieren über eine gemeinsame Wirtschaftsregion

Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten, sagte, die neue Erreichbarkeit eröffne Unternehmen neue Märkte, größere Einzugsgebiete und einen breiteren Arbeitsmarkt. Infrastruktur, Investitionen und unternehmerische Entwicklung müssten gemeinsam weitergedacht werden. Xenia Daum, Geschäftsführerin der Kleinen Zeitung, verwies auf die engen medialen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Kärnten und der Steiermark. Die Koralmbahn verstärke diese Verbindung. WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald bezeichnete die Bahn als Ausgangspunkt: Unternehmen, Arbeitsmarkt, Tourismus und Gemeinden müssten die neuen Möglichkeiten gemeinsam nutzen, damit die AREA Süd als Wirtschaftsraum über Kärnten und die Steiermark hinaus wahrgenommen werde.

Peter Wedenig vom AMS Kärnten, Karl-Heinz Snobe vom AMS Steiermark und Elisabeth Wuggenig von Mondi Frantschach diskutierten über die Auswirkungen des größeren Arbeitsmarkts auf Betriebe und Beschäftigte. Eine weitere Runde richtete den Blick auf die AREA Süd im Jahr 2030. Daran nahmen Ademir Jatic, Public Affairs und Kommunikationsleiter der Westbahn, Carinthischer-Sommer-Intendantin Nadja Kayali und Karl Schnögl von der Raiffeisenbank Koralpe-Klopeiner See teil.

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