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ÖGB fordert rasche Umsetzung der EU-ChemikalienrichtlinieBild mit KI erstellt

Nach dem Votum des EU-Parlaments zur Richtlinienüberarbeitung verlangt der ÖGB eine rasche Umsetzung der neuen Vorgaben in Österreich.

Der ÖGB begrüßt das Votum des Europäischen Parlaments zur sechsten Überarbeitung der Richtlinie zum Schutz von Arbeitnehmer:innen vor krebserregenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Stoffen. Zugleich verlangt der Gewerkschaftsbund, die neuen europäischen Vorgaben rasch und konsequent in Österreich umzusetzen.

Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB, nennt die Entscheidung einen wichtigen Schritt für den Schutz der Beschäftigten in Europa. Krebserregende und reproduktionstoxische Stoffe am Arbeitsplatz dürften nicht als unvermeidbares Berufsrisiko hingenommen werden, sagt sie. Jede vermeidbare Exposition sei zu viel.

Richtlinie sieht neue Grenzwerte für mehrere Stoffe vor

Die überarbeitete Richtlinie sieht unter anderem neue Grenzwerte für Kobalt und seine anorganischen Verbindungen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie 1,4-Dioxan vor. Für Isopren soll erstmals ein langfristiger Grenzwert gelten.

Dinah Djalinous-Glatz, Expertin für Arbeitnehmer:innenschutz im ÖGB, betont, Grenzwerte müssten dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen und regelmäßig überprüft werden. Prävention bedeute, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Expositionen nachvollziehbar zu dokumentieren und Beschäftigte wirksam zu schützen.

Laut EU-CAREX-Datenbank sterben in Österreich jährlich rund 1.800 Menschen an arbeitsbedingtem Krebs. Neumayer-Stickler und Djalinous-Glatz fordern moderne, risikobasierte Grenzwerte, ausreichend Ressourcen für die Arbeitsinspektion und wirksame Prävention in den Betrieben. Sie betonen, arbeitsbedingter Krebs sei vielfach vermeidbar.

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