PV-Förderung soll ab 2027 Speichersysteme stärker fördern
Bild mit KI erstellt Der geplante Speichersystembonus soll die bisherige Investitionsförderung ersetzen. Förderhöhe und technische Kriterien werden noch verhandelt.
Das Wirtschaftsministerium und Vertreter der Elektro-, Elektrohandels- und PV-Branche haben sich auf Eckpunkte für eine Neuausrichtung der PV-Förderung verständigt. Die Reform soll die Abwicklung vereinfachen und Haushalten, Betrieben sowie Dienstleistungsunternehmen mehr Planungssicherheit geben.
Ab 2027 soll die klassische PV-Investitionsförderung durch einen Speichersystembonus ersetzt werden. Davor findet am 8. Oktober noch der nächste und letzte Fördercall im bisherigen EAG-System statt. Gefördert werden sollen Speicher für neue PV-Anlagen und Nachrüstungen bei bestehenden Anlagen. Als Voraussetzung ist ein intelligentes Energiemanagementsystem vorgesehen, das den Speicher nach definierten Kriterien netz- und systemdienlich betreibt.
Sonnenstrom soll möglichst dann gespeichert, genutzt und ins Netz abgegeben werden, wenn er im Energiesystem gebraucht wird.
Förderabwicklung soll nach Fertigstellung starten
Bei neuen Speichersystemen für neue PV-Anlagen soll ein Wechselrichter „Made in Europe“ verpflichtend sein. Für Speichersysteme zur Nachrüstung bestehender PV-Anlagen soll ein zusätzlicher „Made in Europe“-Bonus weiterhin möglich bleiben. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll der stärkere Fokus auf Speicher die Systemkosten nachhaltig dämpfen. Bisher ungenutzte Mittel sollen außerdem die EAG-Pauschale geringfügig senken.
Statt einzelner Fördercalls mit kurzen Zeitfenstern ist künftig ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell nach Fertigstellung eines Projekts geplant. Förderwerber sollen ihre Projekte umsetzen können, ohne auf den nächsten Call zu warten.
Projekte mit intelligentem Speicher, die 2026 keine EAG-Förderung erhalten haben und ab 1. November 2026 abgerechnet oder in Betrieb genommen werden, sollen 2027 im neuen System eingereicht werden können.
Beim zweiten Fördercall 2026 waren die Mittel nach 33 Sekunden ausgeschöpft. Knapp 28.000 Anträgen standen Mittel für rund 3.000 Projekte gegenüber. Viele Förderwerber gingen trotz konkreter Investitionspläne leer aus.
Die konkreten Förderbedingungen, die Höhe des Bonus und die technischen Kriterien werden noch verhandelt. Danach soll die erforderliche Gesetzesänderung auf den Weg gebracht werden. Dafür braucht es eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Die endgültigen Förderdetails sollen in der jährlichen Investitionszuschussverordnung geregelt werden.
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.