ÖH fordert Anpassung der Einkommensgrenzen bei Studienbeihilfe
Bild mit KI erstellt Am 12. Oktober lädt die ÖH zum Infocall und fordert Studienbeihilfe für Vertriebene aus der Ukraine und subsidiär Schutzberechtigte.
Am 12. Oktober lädt die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zu einem Infocall ein.
Laut Studierendensozialerhebung wissen 73 Prozent zumindest „etwas“ über die Studienbeihilfe. Die Studienbeihilfe nach Selbsterhalt kennen 59 Prozent, die Auslandsstudienbeihilfe 34 Prozent und den Kinderbetreuungszuschuss 33 Prozent. Die ÖH sieht darin ein strukturelles Problem.
ÖH verlangt Änderungen bei der Studienbeihilfe
Die ÖH verweist darauf, dass die Möglichkeit, ein Studium zu finanzieren, in Österreich stark von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängt. Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz kritisiert, Studierende aus akademischen Familien profitierten oft von finanzieller Absicherung und Wissen über das Hochschulsystem. Wer als Erste oder Erster in der Familie studiere, müsse sich vieles selbst erarbeiten.
Die ÖH fordert, die elterlichen Einkommensgrenzen bei der Studienbeihilfe automatisch an die Teuerung anzupassen, damit Studierende ihre Ansprüche nicht wegen nominell steigender Einkommen verlieren. Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz verlangt zudem eine existenzsichernde Studienbeihilfe.
Nach Ansicht der ÖH erschweren Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus den Zugang zur Studienbeihilfe. Sie fordert, aus der Ukraine vertriebenen Studierenden und subsidiär Schutzberechtigten den Zugang zu ermöglichen. Außerdem sollen höhere Studiengebühren für Drittstaatstudierende und die Beschäftigungsbewilligungspflicht abgeschafft werden. Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz sagt, diese Rahmenbedingungen schadeten dem Wissenschaftsstandort und benachteiligten Studierende wegen ihrer Staatsangehörigkeit. Die ÖH fordert die Politik außerdem auf, die Studienförderung als Instrument sozialer Umverteilung auszubauen.
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