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Eine Person steigt begleitet über eine mobile Treppe in ein Flugzeug.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 170 afghanische Staatsangehörige abgeschoben. Bisher gab es acht direkte Rückführungen über Istanbul.

Innenminister Gerhard Karner sagt, weitere Abschiebungen nach Afghanistan seien in Vorbereitung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 170 Abschiebungen afghanischer Staatsangehöriger durchgeführt.

Die erste direkte Abschiebung nach Afghanistan erfolgte im Oktober 2025. Insgesamt wurden bisher acht verurteilte afghanische Straftäter über Istanbul direkt in ihr Heimatland abgeschoben. Im Jahr 2025 wurden zudem mehr als 200 afghanische Staatsangehörige in andere EU-Mitgliedstaaten abgeschoben.

Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 waren direkte Abschiebungen wegen fehlender Kommunikationskanäle nicht möglich. In den vergangenen beiden Jahren wurden auf technisch-operativer Ebene wieder Gesprächskanäle mit der afghanischen Verwaltung eingerichtet. Danach fanden Treffen in Kabul und Wien statt. Vertreter der afghanischen Verwaltung identifizierten dabei verurteilte afghanische Straftäter. Damit waren die Voraussetzungen für direkte Rückführungen ins Herkunftsland geschaffen.

Nach Darstellung des Innenministeriums liegt der Fokus auf Personen ohne Aufenthaltsrecht in Österreich sowie auf verurteilten Straftätern. Menschen mit Bleiberecht, die sich durch Arbeit und persönliche Leistung in die österreichische Gesellschaft integriert haben, stehen nicht im Fokus der Maßnahmen.

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