Österreich arbeitet an ressortübergreifender Drohnenschutzstrategie
Bild mit KI erstellt Franz Ruf verweist auf Arbeiten an einer Strategie für Erkennung, Abwehr und den Schutz kritischer Infrastruktur.
Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf sprach am 18. Oktober 2026 in der ORF-2-Sendung „Das Gespräch“ über die Sicherheitslage und die Herausforderungen für Österreich und Europa. Moderatorin Susanne Schnabl leitete die Diskussion „Putins Schattenkrieg – wie sicher sind wir?“. Militärstratege Oberst Markus Reisner, Geostrategin Velina Tchakarova und Militäranalytiker Franz-Stefan Gady nahmen ebenfalls teil.
Zu den Herausforderungen für die innere Sicherheit zählen hybride Bedrohungen, Terrorismus, Extremismus, Spionage und organisierte Kriminalität. Die Terrorwarnstufe in Österreich liegt weiterhin bei vier von fünf. Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Spionagetätigkeit ausländischer Nachrichtendienste. Ruf verwies auf die Ermittlungsarbeit der österreichischen Sicherheitsbehörden und darauf, dass in den vergangenen drei Jahren aufgrund entsprechender Ermittlungserkenntnisse insgesamt 14 Personen aus Österreich ausgewiesen wurden.
Ruf hob die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastruktur hervor. Das Innenministerium habe sowohl bei der physischen Sicherheit als auch bei der Cybersicherheit umfassende organisatorische und präventive Maßnahmen gesetzt. Diese sollen Österreichs Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen Angriffen und Sabotageakten nachhaltig stärken.
Auch die zunehmende Bedrohung durch Drohnen wurde in der Sendung behandelt. Ruf verwies auf die Arbeiten an einer ressortübergreifenden Drohnenschutzstrategie. Sie soll vor allem die Erkennung und Abwehr von Drohnen sowie den Schutz kritischer Infrastruktur verbessern. „Es muss ein Gesamtkonzept geschaffen werden, um Österreich resilienter zu machen“, betonte Ruf.
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