Wien richtet drittes Ministertreffen zum Wasserstoff-Südkorridor aus
Bild mit KI erstellt Wien wird Gastgeber des dritten Ministertreffens. Für vier heimische Wasserstoffprojekte sind rund 275 Millionen Euro zugesagt.
Im Bundesbudget sind erstmals Mittel für das Wasserstoff-Startnetz verankert. Die Infrastruktur soll künftig heimische Erzeugung und Importe mit industriellen Abnehmern verbinden. Österreich fördert die heimische Erzeugung und arbeitet an zusätzlichen Lieferwegen aus Nordafrika.
Für vier heimische Wasserstoffprojekte sind rund 275 Millionen Euro zugesagt. Die Förderentscheidung fiel 2025, die Förderverträge sind abgeschlossen. Für heimische Projekte sieht Österreich in der nächsten Förderrunde bis zu 200 Millionen Euro an nationalen Mitteln vor. Der Start der europäischen Wasserstoffauktion ist für Dezember 2026 geplant.
Fünf Länder arbeiten an einer Wasserstoff-Pipeline
Wien wird Gastgeber des dritten Ministertreffens zum Wasserstoff-Südkorridor. Die Treffen in Rom 2025 und Algier 2026 gingen voraus. Österreich setzt die Zusammenarbeit mit Algerien, Tunesien, Italien und Deutschland fort.
Die fünf Länder arbeiten an einer Pipelineverbindung, die erneuerbaren Wasserstoff aus Nordafrika über Italien und Österreich nach Deutschland bringen soll.
Beim zweiten Treffen in Algier standen Produktion, Transport und industrielle Nachfrage im Mittelpunkt. Das Projekt ALTEH2A untersucht die Wasserstofferzeugung in Algerien und den Transport nach Europa. Die Offtaker Alliance organisiert die Nachfrage von Industrieunternehmen aus Österreich, Deutschland und Italien. Damit sollen Voraussetzungen für Investitionen und langfristige Lieferbeziehungen entstehen.
In der Industrie dient Wasserstoff nicht nur als Energieträger, sondern auch als Rohstoff und für chemische Reaktionen. Bei neuen Verfahren kann er fossile Reduktionsmittel ersetzen, mit denen dem Eisenerz Sauerstoff entzogen wird. Dabei entsteht Wasser statt CO₂. In der Chemie ist Wasserstoff ein wesentlicher Ausgangsstoff für Ammoniak, das wiederum zur Herstellung von Düngemitteln dient. Erneuerbarer Wasserstoff kann den bisher fossil erzeugten Wasserstoff ersetzen.
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.