Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
Eine Gruppe steht vor Militärfahrzeugen; der Beitrag berichtet über Beschaffungsvorhaben des Bundesheeres.

Bei fünf Regionalveranstaltungen im September standen Vergabeverfahren, geplante Beschaffungen und Geschäftsmöglichkeiten für regionale Betriebe im Mittelpunkt.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In fünf Orten Niederösterreichs gab es im September 2026 Veranstaltungen zur Bundesheer-Beschaffung.
  • Rund 470 Unternehmerinnen und Unternehmer nahmen an den fünf Veranstaltungen teil.
  • ecoplus will Forschung und Innovation ausbauen, Unternehmen vernetzen und den Sicherheitsstandort stärken.

Fünf Veranstaltungen in verschiedenen Regionen boten im September 2026 rund 470 Unternehmerinnen und Unternehmern Einblicke in aktuelle Beschaffungsvorhaben des Österreichischen Bundesheeres, Vergabeverfahren und geschäftliche Chancen. Die Reihe trug den Titel „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“.

Organisiert wurde sie vom Militärkommando Niederösterreich, der Wirtschaftskammer Niederösterreich und der Wirtschaftsagentur ecoplus. Die Veranstaltungen fanden in St. Pölten, Hollabrunn, Waidhofen an der Thaya, Amstetten und Neunkirchen statt. Auf den Veranstaltungen ging es bei den Beiträgen des Bundesheeres um geplante Investitionen in den Regionen sowie darum, was an Kasernen- und Bundesheerstandorten künftig erforderlich ist. Ein weiterer Punkt war, wie Betriebe aus der Umgebung ihre Chancen bei der Bewerbung um Aufträge und im Vergabeverfahren nutzen können.

Härtinger verweist auf Investitionen und Sicherheitsgründe

Für die nächsten Jahre umfasst der Aufbauplan 2032+ Investitionen des Österreichischen Bundesheeres in Technologie, Infrastruktur und Ausstattung. NÖ Militärkommandant Georg Härtinger zufolge fließen in den nächsten vier Jahren rund 320 Millionen Euro in die Infrastruktur Niederösterreichs. Härtinger sagte, dass auch unter den Sparauflagen weiterhin Geld für besonders dringende Vorhaben bereitstehe. Er verwies dabei auf Gefahren, die tatsächlich bestehen, sowie auf eingehende Analysen als Grundlage der Sicherheitsausgaben.

Wer einen Auftrag anstrebe, müsse zuerst den konkreten Bedarf, die einzuhaltenden Bedingungen und die passende Anlaufstelle klären, sagte WKNÖ-Präsident Wolfang Ecker. Für das Bau- und Baunebengewerbe könnten sich Aufträge rund um Kasernengebäude ergeben. Dazu zählten etwa Sanierungen und Neubauten sowie Arbeiten an Heizungs- und Sanitärtechnik, Elektroinstallationen und Baumeisterarbeiten. Für die Heeresbekleidung kämen auch innovative Textilien aus der Industrie infrage. Zudem könnten Industriebetriebe mit spezialisierten Komponenten und Kommunikationstechnik zum Beschaffungsbedarf beitragen. Nach Eckers Darstellung sollten Betriebe mit geringerer Größe ebenfalls Aufträge erhalten können. Zugleich solle in den Regionen möglichst viel Wertschöpfung verbleiben.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die Investitionen in Sicherheit und Verteidigung als Wachstumschance für Betriebe. Niederösterreich verfüge über eine starke industrielle Basis, innovative Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen. Viele Betriebe brächten Kompetenzen mit, die in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Wertschöpfungsketten gefragt seien. Bundesministerin Klaudia Tanner sagte, Österreichs Wirtschaft sei innovativ und leistungsfähig. Bei Beschaffungen und Infrastrukturprojekten solle möglichst viel Wertschöpfung im eigenen Land bleiben. Sie betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bundesheer und heimischer Wirtschaft.

ecoplus will Forschung und Vernetzung stärken

Das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und ecoplus gründeten die Initiative „Wirtschaft & Sicherheit“ im Herbst 2025. ecoplus-Prokurist Claus Zeppelzauer nannte als nächste Schwerpunkte den Ausbau von Forschungs- und Innovationsprojekten, die Vernetzung von Unternehmen und die Stärkung Niederösterreichs als Standort für sicherheitsrelevante Technologien. Die Initiative wolle heimische Betriebe in nationale und internationale Wertschöpfungsketten einbinden und damit zusätzliche Aufträge, Innovationen und Beschäftigung im Land schaffen.

Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.