Schnellzüge prallen in Spanien zusammen, mindestens zehn Tote bei Toledo
KI-Bild In der spanischen Provinz Toledo ist ein Hochgeschwindigkeitszug auf einen stehenden Zug aufgefahren. Mindestens zehn Menschen starben, die Zahl dürfte noch steigen.
Bei einem schweren Bahnunglück in Zentralspanien sind am Mittwochvormittag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stießen in der Provinz Toledo zusammen. Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha geht davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigt.
Laut Regionalsprecherin Esther Padilla waren beide Züge von Madrid in Richtung Sevilla unterwegs. Einer davon stand auf der Strecke, als der nachfolgende Zug auf sein Ende auffuhr. Zwei Waggons des stehenden Zuges sprangen dabei aus den Gleisen. Die Unfallursache ist nach ihren Angaben noch unbekannt.
Strecke zwischen Madrid und Andalusien gesperrt
Kurz nach 9 Uhr kam es zwischen den Orten Mora und Orgaz zu dem Zusammenstoß, teilte der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif mit. Adif stellte den Verkehr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Andalusien ein, betroffen sind auch die Verbindungen nach Ciudad Real. An dem Unfall waren Züge der Bahngesellschaften Renfe und Iryo beteiligt.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigte sich auf X erschüttert und sprach den Opfern und ihren Familien seine Anteilnahme aus. Einsatzkräfte versorgen nach seinen Worten die Betroffenen vor Ort und arbeiten dabei mit allen zuständigen Behörden zusammen.
Zweites schweres Zugunglück in diesem Jahr
Erst im Jänner waren auf derselben Strecke zwischen Madrid und Sevilla Hochgeschwindigkeitszüge von Renfe und Iryo verunglückt. Bei dem Unglück nahe Adamuz in der Provinz Córdoba kamen damals mehr als 40 Menschen ums Leben.
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