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KI-Symbolbild: Eine Hand hält eine blaue Karte an ein Lesegerät vor einer rot-grauen Straßenbahn.Bild mit KI erstellt

Ab 1. Jänner 2027 soll die Senioren-Jahreskarte 310,40 Euro kosten. Die Wiener ÖVP kritisiert auch die geplanten Preise für Einzelfahrten.

Für Seniorinnen und Senioren sollen Fahrten mit den Wiener Linien ab 1. Jänner 2027 teurer werden. Die geplante Tarifanpassung stößt bei der Wiener Volkspartei auf Ablehnung.

Als Vergleich für die Senioren-Jahreskarte führt die ÖVP den Preis von 235 Euro aus dem Jahr 2025 an. Ab 1. Jänner 2027 sind dafür 310,40 Euro vorgesehen. Die Steigerung innerhalb von zwei Jahren beziffert die Partei mit rund 32 Prozent.

Besonders treffen würde die Änderung aus Sicht der ÖVP ältere Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel gelegentlich nutzen. Für diesen Personenkreis lohne sich eine Jahreskarte nicht. Bis Ende 2025 konnten Seniorinnen und Senioren um 1,50 Euro eine einzelne Fahrt unternehmen. Künftig sind für die digitale Einzelfahrt 3,10 Euro vorgesehen, für den Fahrschein auf Papier 3,30 Euro.

Die unterschiedliche Preisgestaltung betrifft nach Darstellung der ÖVP weiterhin einen Großteil der Papiertickets, für die mehr als für digitale Tickets verlangt werde. Seniorensprecherin und Gemeinderätin Ingrid Korosec verweist darauf, dass viele ältere Menschen ihre Fahrkarten ohne Smartphone kaufen würden. Für diese Menschen falle deshalb beim analogen Ticket ein höherer Betrag an.

Das Ende des vergünstigten Senioren-Einzelfahrscheins lastet Korosec SPÖ und Neos an. Diese hätten das Angebot gestrichen. Bei der neuen Tarifrunde ziehe offenbar niemand eine Rückkehr dieser Ermäßigung in Betracht. Rund 3,7 Millionen vergünstigte Senioren-Einzelfahrscheine fanden 2025 Abnehmer. Die Wiener Linien machten die Zahlen zu diesen Fahrscheinen erst öffentlich, nachdem ein Urteil des Verwaltungsgerichts Wien ergangen war.

Korosecs Vorwurf an die Wiener Linien lautet, dass deren Preisgestaltung jene Generation bestrafe, die besonders auf leistbare öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sei. Die Wiener Volkspartei verlangt von der Stadt, Einsparungen bei den eigenen Strukturen vorzunehmen.

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