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Serverfarm soll Gemüseanbau und Fernwärme in Federaun ermöglichenBild mit KI erstellt

Villach plant in Federaun ein Zentrum für Daten, Lebensmittel und Energie. Serverabwärme soll Gemüseanbau und Fernwärme unterstützen.

Bürgermeister Günther Albel präsentierte dem Villacher Gemeinderat am Freitag neue Pläne für Federaun. Anstelle des umstrittenen Logistikzentrums soll dort ein modernes Nahversorgungszentrum für Daten, Lebensmittel und Energie entstehen. SPÖ, FPÖ und ÖVP unterstützen den Ansatz „Food & Data – Villach Farming“.

Kern des Konzepts ist eine Serverfarm auf rund sechs Hektar. Dort könnten künftig Daten regionaler Unternehmen und Behörden sicher gespeichert und verarbeitet werden, ohne Zugriff aus den USA oder China. Die deutsche Zech-Gruppe hat Interesse an einer möglichen Ansiedlung bekundet. Das international tätige Unternehmen beschäftigt 14.000 Mitarbeiter.

Serverwärme soll Gemüseanbau und Fernwärme ermöglichen

Der Internet-Knoten ALPSiX verbindet Federaun seit Kurzem mit internationalen Hochleistungs-Glasfaserleitungen. Albel zufolge wurde der Ausbau von LH-Stv. Martin Gruber und Landesrat Sebastian Schuschnig vorangetrieben. Albel bezeichnet den Knoten als großen Standortvorteil für Wirtschaft und Industrie.

Die Server erzeugen Wärme, die für eine besonders effiziente Form des Ackerbaus in modernen Gewächshäusern genutzt werden soll. Auf bis zu zehn Hektar könnten ganzjährig Hunderte Tonnen regionales Gemüse produziert werden. Nach Angaben Albels liegt Kärntens Selbstversorgerquote bei Gemüse bei zehn bis 15 Prozent. Die Gewächshausanlage könne sie deutlich verbessern.

Ein Teil der Abwärme soll ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Dadurch kann das Angebot in Villach ohne zusätzlichen Gasanteil ausgebaut werden. Die Stadt will sich zudem für einen eigenen, günstigeren Villach-Tarif einsetzen.

Ab Montag soll eine Task Force mit Vertreterinnen und Vertretern aller Villacher Gemeinderatsfraktionen weitere Möglichkeiten und offene Fragen klären. Albel sowie die Stadträte Erwin Baumann (FPÖ) und Christian Pober (ÖVP) erklärten gemeinsam, den Prozess von Beginn an transparent und mit allen Fraktionen gestalten zu wollen.

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