Trio Con Brio gewinnt Kitty-Weinberger-Musikpreis in Wien
Bild mit KI erstellt Drei Ensembles erhielten den erstmals ausgeschriebenen Kitty-Weinberger-Musikpreis, der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert war.
Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), ein Unternehmen der Wien Holding, hat erstmals den Kitty Weinberger Musikpreis vergeben. Bei der Preisverleihung am 21. Oktober an der MUK wurden drei Ensembles ausgezeichnet. Der Wettbewerb fand am 20. und 21. Oktober 2026 an der Universität statt und war mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.
Den ersten Preis erhielt das Trio Con Brio, dotiert mit 7.500 Euro. Das Ensemble Artemisia bekam den zweiten Preis mit 5.000 Euro. Der dritte Preis und 2.500 Euro gingen an das La Travesia Quintett.
Der Wettbewerb verband künstlerische Freiheit mit festen Vorgaben
Neben der künstlerischen Qualität zählten vor allem Originalität und Authentizität der Interpretation sowie ein überzeugendes Programmkonzept.
Die teilnehmenden Ensembles waren eingeladen, ihre Werke selbst auszuwählen und einen eigenen Programmtitel zu gestalten. Mindestens ein Werk musste von einer Komponistin stammen, dem nicht-westlichen klassischen Repertoire angehören oder nach 1980 entstanden sein.
Über die Preisvergabe entschied eine Jury unter dem Vorsitz des Musikwissenschaftlers Hartmut Krones. Ihr gehörten außerdem die Pianistin Catalina Butcaru, die Bratschistin und Kammermusikerin Veronika Hagen sowie Julia Lacherstorfer, Intendantin des Festivals wellenklænge, an. Livia Sellin, Leiterin des Instituts für Saiteninstrumente an der MUK, übernahm die Leitung der Jury als nicht stimmberechtigte Vertreterin der Universität.
Kitty Weinberger setzte sich für Minderheiten- und Frauenrechte ein
Namensgeberin ist Katharina „Kitty“ Weinberger, geborene Bunzl, die 2024 starb. Sie unterstützte zeitlebens zivilgesellschaftliche Projekte und engagierte sich für Minderheiten- und Frauenrechte. Das Gedenken an den Holocaust war ihr, geprägt von ihrer Familiengeschichte, ein besonderes Anliegen. 2008 initiierte sie gemeinsam mit ihrem Mann Peter Weinberger das Kammermusikfestival Wien.
MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny sagte, der Preis halte Weinbergers Andenken wach und fördere junge Talente. Er dankte Peter Weinberger und seiner Familie dafür, die Verbindung von Erinnerung und musikalischer Nachwuchsförderung zu ermöglichen. Die MUK würdigt mit dem Preis auch die künstlerischen Leistungen ihrer Studierenden und schafft Raum für kreative Auseinandersetzung, musikalische Vielfalt und neue Perspektiven auf das kammermusikalische Repertoire.
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