VOR-Tarife steigen ab 2027 im Schnitt um 3,4 Prozent
Bild mit KI erstellt Ab 1. Jänner 2027 kosten VOR-Tickets im Schnitt 3,4 Prozent mehr. Fahrkarten zum neuen Tarif gibt es ab 1. November 2026 im Vorverkauf.
Mit 1. Jänner 2027 steigen die Ticketpreise im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) durchschnittlich um 3,4 Prozent. Grundlage ist der Durchschnitt des 12-Monats-Verbraucherpreisindex. Fahrkarten mit Gültigkeit ab diesem Stichtag sind ab 1. November 2026 im Vorverkauf erhältlich. Die Anpassung soll das öffentliche Verkehrsangebot in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland langfristig absichern.
Ab 2027 bündelt der VOR die Tarifanpassungen wieder auf einen gemeinsamen Stichtag. Bis einschließlich 2025 galten sie einheitlich ab 1. Juli. 2026 wurden Änderungen für die Region und die Kernzone Wien zu unterschiedlichen Zeitpunkten wirksam. Der Verbund erwartet sich vom gemeinsamen Termin mehr Übersicht für Fahrgäste und einen vollständigen Überblick über die Jahrestarife zu Jahresbeginn.
Höhere Betriebskosten fließen in die Tarifanpassung ein
Als Gründe nennt der VOR die allgemeine Preisentwicklung sowie höhere Personal-, Energie- und Betriebskosten der Verkehrsunternehmen. Einnahmen aus Ticketverkäufen decken nach Angaben des Verbunds nur einen Teil der Kosten des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion. Den überwiegenden Finanzierungsanteil tragen weiterhin die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Bund. Der VOR sieht die regelmäßige Wertsicherung als Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Angebots.
Bei den Wiener Linien kostet die Jahreskarte ab 1. Jänner 2027 bei Einmalzahlung 483,10 Euro. Das entspricht laut Aussendung 1,32 Euro pro Tag für die unbegrenzte Nutzung des Wiener Öffi-Netzes. Die Jahreskarte Jugend, Senior und Spezial kostet 310,40 Euro beziehungsweise rund 0,85 Euro pro Tag. Eine Einzelfahrt kostet digital 3,10 Euro und in Papierform 3,30 Euro. Die jährliche Valorisierung war bereits 2025 angekündigt worden. Sie soll größere Preissprünge vermeiden. Wer ohne gültiges Ticket fährt, zahlt bei sofortiger Zahlung oder per Zahlschein 140 Euro, nach einer Zahlungserinnerung 191 Euro.
Im VOR-Regionaltarif betrifft die Anpassung Einzel- und Tagestickets, flexible 7- und 31-Tage-Tickets für Niederösterreich und das Burgenland sowie KlimaTickets und Strecken-Jahreskarten. In der günstigsten Tarifstufe kostet eine Vollpreis-Einzelkarte künftig 2,40 Euro statt 2,30 Euro, eine Tageskarte 4,70 Euro statt 4,50 Euro. Eine Einzelfahrt von der Wiener Kernzonengrenze zum Hauptbahnhof St. Pölten kostet 15 Euro statt 14,50 Euro. Für Kinder sind 7,50 Euro statt 7,30 Euro vorgesehen, für Seniorinnen und Senioren 9 Euro statt 8,70 Euro. Auf der Strecke Mattersburg Brunnenplatz–Wiener Neustadt Hauptbahnhof steigt der Einzelfahrpreis auf 6,10 Euro von bisher 5,90 Euro. Kinder zahlen 3,10 Euro statt 3 Euro, Seniorinnen und Senioren 3,70 Euro statt 3,50 Euro.
VOR-KlimaTickets und Berechtigungsnachweise ändern sich
Das VOR KlimaTicket MetropolRegion kostet bei jährlicher Einmalzahlung künftig 1.053,10 Euro zum Vollpreis und jeweils 738,40 Euro für Seniorinnen und Senioren sowie für Jugend/Spezial. Bisher lagen die Preise bei 1.019 Euro beziehungsweise jeweils 714 Euro. Beim VOR KlimaTicket Region steigen sie auf 570 Euro zum Vollpreis und jeweils 428 Euro für Seniorinnen und Senioren sowie Jugend/Spezial, nach bisher 552 Euro beziehungsweise 414 Euro. Auch Strecken-Jahreskarten werden angepasst. Ihr Preis richtet sich nach der gewählten Strecke und gilt für das persönliche Streckennetz zwischen Start- und Zielort.
Ab 1. Jänner 2027 genügt Seniorinnen und Senioren in Niederösterreich und dem Burgenland für den ermäßigten VOR-Seniorentarif ein amtlicher Lichtbildausweis. Bisher waren zusätzlich eine ÖBB Vorteilscard Senior und ein solcher Ausweis nötig. Als Seniorin oder Senior gilt im VOR-Tarif, wer den 65. Geburtstag erreicht hat. Für ordentliche Studierende unter 26 genügt künftig ein gültiger Studienausweis für die VOR Monatskarte für Studierende. Bis dahin ist zusätzlich eine ÖBB Vorteilscard Jugend erforderlich.
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