Wien bietet 600 Workshops zur psychischen Gesundheit an Schulen
Bild mit KI erstellt Der Bildungsausschuss beschloss Förderungen für Mental Health Days, Schulmediation und Wiener Bildungschancen. Dazu kommen Workshops an Sekundarschulen.
In dieser Woche beschloss der Bildungsausschuss die Förderung der Mental Health Days, der Schulmediation und der Wiener Bildungschancen. Die Stadt Wien fördert in diesem Schuljahr 600 Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten an Wiener Sekundarschulen.
In den Workshops sprechen Psychologinnen und Psychologen sowie Fachleute mit Jugendlichen über psychische Gesundheit. Die Jugendlichen lernen, über Gefühle zu reden und eine schwierige Phase von einer Erkrankung zu unterscheiden. Danach wissen sie, wo sie Hilfe bekommen. Auch Lehrkräfte und Eltern werden eingebunden.
Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober verwies Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling auf Leistungsdruck, Konflikte in der Klasse und Sorgen von zu Hause, die Schülerinnen und Schüler in den Schulalltag mitnehmen. Sie bezeichnete psychische Gesundheit als Grundvoraussetzung für den Bildungserfolg. Laut Emmerling sollen die Angebote auch Lehrkräfte und Schulen unterstützen, die täglich mit diesen Herausforderungen umgehen.
Schulmediation greift bei schwer lösbaren Konflikten
Die Schulmediation wird eingesetzt, wenn ein Konflikt so weit fortgeschritten ist, dass er im Schulalltag schwer zu lösen ist. Externe Mediatorinnen und Mediatoren entlasten Lehrkräfte und Direktionen. Sie geben Kindern und Jugendlichen Techniken mit, die über den einzelnen Konflikt hinauswirken.
Für die Wiener Bildungschancen stellt die Stadt im Schuljahr 2026/27 rund 3,9 Millionen Euro bereit. Alle Wiener allgemeinbildenden Pflichtschulen können damit kostenlos externe Angebote buchen, etwa Anti-Mobbing-Trainings oder Workshops zum kritischen Umgang mit Social Media. Im vergangenen Schuljahr nahmen 273.068 Schülerinnen und Schüler teil.
Beim Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ erhalten Schulen maßgeschneiderte Unterstützung von Fachleuten, etwa zum Umgang mit Mobbing und Ausgrenzung oder zum Zusammenhalt in der Klasse. Gemeinsam mit dem Verein Wiener Jugendzentren entsteht für jeden Schulstandort ein eigenes Programm für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern. 40 Wiener Schulen haben bereits teilgenommen. In diesem Schuljahr beginnt ein neuer Durchgang mit zehn weiteren Schulen.
Über den Chancenbonus erhalten seit diesem Schuljahr 227 Wiener Schulen zusätzliches Personal. Die Schulleitungen entscheiden selbst, was ihr Standort braucht, etwa Schulsozialarbeit oder Schulpsychologie.
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