Zwei Interregios halten ab Dezember am Flughafen Graz
Bild mit KI erstellt Ab 13. Dezember 2026 halten zwei Interregios am Flughafen Graz-Feldkirchen. Für die Morgenverbindung schlägt der Flughafen eine frühere Ankunft vor.
Ab 13. Dezember 2026 gilt europaweit der neue ÖBB-Fahrplan für 2027. Der Interregio 1151 wechselt von der Koralmbahn auf die Südbahn und fährt um 5.15 Uhr an der Haltestelle Flughafen Graz-Feldkirchen ein. Der Interregio 1150 erreicht die Haltestelle um 23.32 Uhr.
Die Koralmbahn ist seit ziemlich genau zehn Monaten in Betrieb. Nach Angaben von ÖBB-CEO Andreas Matthä nutzten durchschnittlich 10.000 Fahrgäste pro Tag das neue Angebot. Matthä nannte diese Zahl bei der Fahrplan-Pressekonferenz am 14. Oktober.
Land und Flughafen wollen Bahnangebot weiterzuentwickeln
Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Löschnig begrüßt die Halte, hält die morgendliche Verbindung für Passagiere mit Aufgabegepäck aber zeitlich knapp. Der Flughafen schlägt vor, den Zug künftig etwas früher am Flughafen halten zu lassen. Löschnig möchte die Erfahrungen und Bedürfnisse der Passagiere in die weitere Fahrplangestaltung einbringen. Zug- und Flugzeiten müssten seiner Ansicht nach möglichst gut zusammenpassen.
Verkehrslandesrätin Claudia Holzer hält es für wünschenswert, den Flughafen in die Gestaltung des nächsten Fahrplans einzubinden. Auch die Errichtung des ursprünglich geplanten Flughafenbahnhofs dürfe nicht aus dem Blick geraten, betont sie. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom fordert, den Flughafenhalt künftig im regulären Fahrplan zu verankern und das Angebot deutlich auszubauen. Die Verbindungen sollten sich an den Bedürfnissen der Reisenden orientieren.
Die Landesregierung verweist auf internationale Krisen sowie gestiegene Kerosin- und Standortkosten, darunter die österreichische Flugabgabe. Diese Faktoren erhöhten nach Einschätzung des Landes den wirtschaftlichen Druck auf Fluggesellschaften und erschwerten den Aufbau oder die Aufrechterhaltung von Verbindungen ab regionalen Flughäfen. Eine attraktive öffentliche Anbindung könne das Einzugsgebiet des Flughafens erweitern und zusätzliche Nachfrage schaffen. Die Landesregierung und die Flughafen-Geschäftsführung wollen den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterverfolgen. Sie streben eine bessere Abstimmung zwischen Bahn und Flugverkehr sowie eine Aufwertung des Flughafens, des Wirtschaftsstandorts und der Steiermark an.
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