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Zwei neue Medizinzentren öffnen am MedUni Campus AKHBild mit KI erstellt

Das Center for Translational Medicine und das Eric Kandel Institute verbinden Grundlagenforschung, klinische Studien und individualisierte Medizin.

Am MedUni Campus AKH der Medizinischen Universität Wien und des Universitätsklinikums AKH Wien wurden am 1. Oktober das Center for Translational Medicine und das Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine eröffnet.

Die Zentren sollen Forschung rascher in die klinische Anwendung bringen und Prävention, Diagnostik und Therapie stärker auf individuelle Merkmale ausrichten. Brücken verbinden beide Gebäude direkt mit dem Universitätsklinikum AKH Wien.

Die Zentren verbinden Forschung und Versorgung

Das Center for Translational Medicine umfasst rund 14.000 Quadratmeter Nutzfläche, davon etwa 11.700 Quadratmeter für Forschung und 2.300 Quadratmeter für Lehre. Es verbindet experimentelle Laboruntersuchungen mit klinischer Phase-I/II-Forschung. Zur Infrastruktur zählen ein klinisches Zentrum für Phase-I- und Phase-II-Studien, eine Biobank sowie Einrichtungen für Bioinformatik und präklinische Forschung.

Die Investition für das Zentrum beträgt rund 120 Millionen Euro und wird von Bund und Stadt Wien getragen. Der größte Hörsaal der MedUni Wien im Gebäude heißt Eugene Braunwald Auditorium.

Das Eric Kandel Institute bietet auf rund 6.100 Quadratmetern Forschungsinfrastruktur für personalisierte und digitale Medizin. Künftig sollen dort rund 200 Forschende an Methoden für Prävention, Diagnose und Therapie arbeiten. Schwerpunkte sind unter anderem Genomtechnologien, Bioinformatik und klinische Studien. Genomsequenzierung und molekulare Bildgebung sollen helfen, individuelle Krankheitsrisiken und Krankheitsmechanismen genauer zu erfassen.

Die Errichtung des Zentrums kostet rund 90 Millionen Euro und wird aus Mitteln der Europäischen Union sowie aus Spenden finanziert. Das Center for Precision Medicine trägt den Namen des 1929 in Wien geborenen Neurowissenschafters und Nobelpreisträgers Eric Kandel. Er emigrierte 1939 mit seiner Familie in die USA und erhielt 2000 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

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