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KI-generiertes Bild: Eine Person blättert an einem Bürotisch in einem gedruckten Bericht.KI-Bild

Besonders betroffen sind Regionen mit vielen Beschäftigten in CO₂-intensiven Branchen. Weniger CO₂ bedeutet laut Studie nicht automatisch weniger Jobs.

AK Wien und ÖGB verlangen eine rasche Transformationsstrategie für den industriellen Wandel in Österreich. Für ihre Ausarbeitung und spätere Verwirklichung ist die Beteiligung der Sozialpartner vorgesehen. Das Regierungsprogramm sieht eine solche Strategie bereits vor.

Wenn bisherige betriebliche Konzepte nicht mehr tragen, sich Herstellungsweisen wandeln und Energie zu teuer wird, kann das die Entwicklung ganzer Regionen beeinträchtigen.

Studie sieht CO₂-intensive Regionen besonders gefordert

Das Fraunhofer-Institut analysierte für die AK Wien, welche Folgen die Umstellung auf klimaneutrale Produktion in einzelnen Regionen für die Wirtschaft hat. Ein Rückgang der CO₂-Emissionen geht der Studie zufolge nicht zwingend mit weniger Arbeitsplätzen einher.

Wo zahlreiche Menschen in Bereichen mit hohem CO₂-Ausstoß beschäftigt sind, kann der Wandel der Industrie für die Region erhebliche Folgen haben.

Die Industrie steckt seit 2023 in einer Schwächephase, die die Lage zusätzlich belastet. Zusätzlicher Druck entsteht für die Betriebe durch hohe Energiekosten, Unsicherheit im internationalen Umfeld und geopolitische Konflikte. Fast alle Industriebereiche verzeichnen seit 2023 einen leichten Beschäftigungsrückgang. Wo die Folgen besonders deutlich ausfallen, nimmt die Arbeitslosigkeit stärker als im Durchschnitt zu.

ÖGB-Chefökonomin Helene Schubert verweist auf gefährdete Arbeitsplätze und berufliche Zukunft. Helene Schubert hält es besonders in Regionen mit starker Industrieabhängigkeit für nötig, Beschäftigten rechtzeitig berufliche Perspektiven zu eröffnen. Niemand soll bei der Umstellung abgehängt werden, und zugleich sollen sich neue Möglichkeiten eröffnen.

AK und ÖGB fordern Maßnahmen für Beschäftigte und Regionen

AK und ÖGB zufolge fallen die Ausgangslagen regional unterschiedlich aus. Deshalb seien jeweils maßgeschneiderte Lösungen erforderlich. Frühe politische Schritte könnten dazu beitragen, Nachteile abzufedern, neue Chancen zu eröffnen und Arbeitsplätze zu bewahren. Just Transition soll in der Regional- und Strukturpolitik als Maßstab dienen, damit Beschäftigte faire Chancen erhalten.

Eine bundesweite Just Transition Agentur soll Regionen und Betriebe beraten und die Politik mit wissenschaftlichen Grundlagen unterstützen.

Beschäftigte sollen ein Recht auf Aus- und Weiterbildung erhalten, damit sie sich für neue Anforderungen und Berufe qualifizieren können. Bei geplanten Veränderungen in ihren Betrieben sollen sie mitreden können.

AK und ÖGB fordern zudem gezielte Investitionen in die Infrastruktur jener Regionen, die besonders stark vom Wandel betroffen sind.

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