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KI-generiertes Bild: Leuchtende blaue Verbindungsknoten sind vor unscharfen Hochspannungsmasten zu sehen.KI-Bild

Nach dem Treffen fordert Daniel Fellner ein Maßnahmenpaket zur Senkung der Netztarife. Für Jänner 2027 ist eine Erhöhung um 9,6 Prozent angekündigt.

Nach der Ankündigung, die Netztarife ab Jänner 2027 um 9,6 Prozent zu erhöhen, lud Landeshauptmann Daniel Fellner die Führung von Kelag und Kärnten Netz (KNG) zu einem Gespräch in die Landesregierung. Dort traf er am 4. November Kelag-Vorstand Reinhard Draxler und KNG-Geschäftsführerin Eva Tatschl. Fellner sagte: „Dass nach unserem Austausch sprichwörtlich ‚Frieden, Freude, Eierkuchen‘ herrschen würde, kann ich nicht behaupten. Wir haben ein durchaus intensives, aber faires Gespräch geführt.“

Fellner hielt die angekündigte Preiserhöhung von 9,6 Prozent für die Kärntnerinnen und Kärntner weder für erklärbar noch für zumutbar. Die Menschen in Kärnten hätten Anspruch darauf, die Berechnungsgrundlage nachvollziehen zu können, sagte er. Bei dem Treffen erhielt Fellner Zahlen und Daten sowie Erläuterungen dazu. Diese reichten ihm nicht aus: „Das ist aber zu wenig.“ Zur Senkung des Netztarifs und zu einer Verbesserung Kärntens von der unrühmlichen Spitzenposition ins Mittelfeld verlangte er ein Maßnahmenpaket: „Ich habe ein konkretes Maßnahmenpaket eingefordert, mit dem es Kärnten schafft, den Netztarif zu senken und in den nächsten Jahren von der unrühmlichen Spitzenposition ins Mittelfeld zu kommen.“ Eine Lösung, die ihn zufriedenstelle, könne nicht in einer einzigen Gesprächsrunde erarbeitet werden, erklärte Fellner.

Fellner verwies außerdem auf die unterschiedliche Verteilung der Netzkosten zwischen Österreichs Bundesländern. Mit seinen Pumpspeicherkraftwerken stelle Kärnten die Batterie für Öko-Strom. Bei der Pro-Kopf-Produktion von grünem Strom liege das Land österreichweit an erster Stelle, sagte er. „Und trotzdem tragen die Menschen vor Ort seit Jahren die höchsten Netzgebühren des Landes. Das ist paradox. Wer einen so massiven Beitrag zur Energiewende leistet, darf nicht durch eine zusätzliche Preiskluft bestraft werden.“

Fellner will sämtliche Kärntner National- und Bundesrätinnen und -räte an einen Tisch holen. Die jüngsten Entwicklungen machten aus seiner Sicht ein Handeln auf nationaler Ebene längst geboten. „Wir brauchen einen bundesweit einheitlichen Netztarif. Nur so lässt sich die unsolidarische Benachteiligung einzelner Bundesländer dauerhaft und gerecht beenden“, sagte Fellner. Ein weiteres Gespräch mit Kelag und KNG sowie ein Treffen mit den Kärntner Abgeordneten sollen ehestmöglich terminiert werden.

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