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Männer stehen vor einem grünen Wasserstoff-Lkw und Solarmodulen.

In Gabersdorf ist erstmals in Österreich eine bestehende Erdgasleitung vollständig auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgestellt worden.

Eine bestehende Erdgasleitung in Gabersdorf transportiert nun erstmals in Österreich Wasserstoff ohne Erdgasbeimischung, also mit einem Anteil von 100 Prozent. Der Abschnitt ist nach dem Gaswirtschaftsgesetz genehmigt. Die Netzeinspeisung des Abschnitts läuft nun im regulären Betrieb.

Die Erprobung soll klären, ob bestehende Gasleitungen auch Wasserstoff führen können. Die Forschenden untersuchen zudem, welche gesetzlichen Verfahren für Prüfung und Umwidmung gelten und welche Aufbereitung nötig ist. Auch die Beschaffenheit der vorhandenen Werkstoffe wird bewertet. Zudem soll ermittelt werden, wie sich die Wasserstoffqualität in Leitungen sicherstellen lässt, die bislang für Erdgas verwendet wurden. Als Ziele nennt die Energie Steiermark eine Beschleunigung der Dekarbonisierung der Industrie und niedrigere Investitionskosten. Mit 2,3 Millionen Euro ist das Forschungsprojekt HyGrid² ausgestattet, das wichtige Grundlagen erarbeitet.

Gemeinsam rüsteten der Industriebetrieb PUREA in Gabersdorf und die Energie Steiermark die Erdgas-Anlagen des Unternehmens für den Wasserstoffbetrieb um. Bei PUREA beträgt der Wasserstoffanteil im Betrieb nun zehn Prozent. Für eine spätere Erhöhung auf 20 Prozent sind die technischen Voraussetzungen geschaffen. Die Beimischung ist ein Zwischenschritt für den Wasserstoffhochlauf.

Steiermark plant ein Wasserstoffnetz für die Industrie

Für die Steiermark ist in den nächsten Jahren der Aufbau eines Wasserstoffnetzes mit einer Länge von mehr als 200 Kilometern vorgesehen. Das Vorhaben richtet sich vor allem an Industriebetriebe mit großem Energiebedarf. Für sie soll Wasserstoff als klimaschonender Ersatz für Erdgas aus fossilen Quellen dienen. Bei neuen Wasserstoffleitungen sind die Voraussetzungen für den Betrieb bereits erfüllt. Bestehende Netze benötigen dagegen eine umfassende Umrüstung.

Die Verbindung zwischen Bruck/Mur und St. Michael/Traboch wird von Energienetze Steiermark derzeit als H2-taugliche Leitung gebaut. Als Baustein des künftigen Wasserstoffkernnetzes in der Steiermark ist die Leitung vorgesehen. Langfristig soll sie heimische Industriestandorte mit Bezugsquellen für Wasserstoff im In- und Ausland verbinden.

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