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KI-generiertes Bild: Ein schwarzer Aktenordner liegt auf Papierstapeln auf einem Bürotisch.KI-Bild

87 Gläubiger sind betroffen, und bei Verfahrenseröffnung waren 44 Dienstnehmer beschäftigt.

Die Kaiser-Gesellschaft m.b.H. stellte selbst den Antrag auf ein Konkursverfahren. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eröffnete das Verfahren am 3. November 2026. Zum Insolvenzverfahren gehören 87 Gläubiger. Auf rund 7,42 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtpassiva. Bei der Eröffnung des Konkursverfahrens beschäftigte die Gesellschaft 44 Dienstnehmer.

Für eine Sanierung liegt kein Antrag vor. Eine Fortsetzung des Betriebs ist nicht geplant. Die Gesellschaft hat der konkursrechtlichen Schließung zugestimmt. Für die Gesellschaft ist eine Liquidation vorgesehen.

Antragstellerin nennt Kriegsfolgen und Kosten als Insolvenzursachen

Nach Darstellung der Antragstellerin haben die Folgen des Ukraine-Russland-Krieges sowie stark gestiegene Materialpreise und Kosten zur Insolvenz geführt. Mehrere umfangreiche Vorhaben hätten 2023 und 2024 aufgrund der Pönalisierung von Fertigstellungsterminen ein Verlustgeschäft dargestellt. In der Folge habe sich die Eigenkapitalausstattung ungünstig entwickelt.

Bei Ausschreibungen und Vergabeverfahren hätten sich die erforderlichen Liquiditätskennzahlen wegen der Verluste nicht mehr ausreichend belegen lassen. Das Unternehmen habe deshalb keine wichtigen Aufträge erhalten. Auch weltpolitische Veränderungen und höhere Kosten hätten die Gewinnspannen unter Druck gesetzt.

Nach Darstellung der Antragstellerin sei eine bereits geplante Investorenbeteiligung im Oktober 2026 beendet worden. Danach habe die Hauptbank den Betriebsmittelrahmen gesperrt. Lieferanten- und Dienstnehmerforderungen hätten dadurch nicht mehr bedient werden können, sodass Zahlungsunfähigkeit eingetreten sei.

Rund 4,87 Millionen Euro entfallen auf Bankverbindlichkeiten und rund 2,39 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Weitere Forderungen betreffen Dienstnehmer, Abgaben und andere Posten. Zu den Aktiva zählen Betriebs- und Geschäftsausstattung, Lagerbestände, Forderungen sowie betrieblich genutzte Liegenschaften in Deutschfeistritz. Ihr Wert wird mit rund 3,88 Millionen Euro angegeben. Mehrere nahezu fertiggestellte Projekte könnten nach Angaben der Antragstellerin zusätzliche Erlöse bringen. Die noch fertigzustellenden Arbeiten sind mit rund 4,38 Millionen Euro bewertet.

Die Kaiser-Gesellschaft wurde 1973 gegründet und ist Hersteller von Betonmischanlagen für die Transportbeton- und Fertigteilindustrie. Vom Standort Deutschfeistritz aus erbringt sie Leistungen für nationale und internationale Kunden, darunter Komplettlösungen, Umbauten, Ersatzteile und Service. Zur Insolvenzverwalterin wurde die Kohlfürst Rechtsanwalts GmbH bestellt, vertreten durch Mag. Stefan Kohlfürst. Forderungen können bereits über den AKV angemeldet werden. Die Anmeldefrist endet am 31. Dezember 2026. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 14. Jänner 2027 um 11.00 Uhr angesetzt.

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