Handelsgericht Wien erhält Konkursantrag für Iventa Austria
KI-Bild Das Insolvenzverfahren für Iventa Austria ist noch nicht eröffnet. 84 Gläubiger sind mit Forderungen von rund 4,01 Millionen Euro betroffen.
Beim Handelsgericht Wien ist für die Iventa Austria Personalwerbung GmbH ein Konkursantrag eingebracht worden. Ein Insolvenzverfahren läuft bislang nicht.
Den Unterlagen zufolge belaufen sich die Forderungen von 84 Gläubigern auf rund 4,01 Millionen Euro. Zurzeit arbeiten 31 Personen für das Unternehmen.
Iventa Austria besteht seit 1999 und widmet sich der Personalwerbung. Unternehmen mit Personalbedarf können Iventa die Betreuung ihrer Stellenanzeigen vom Veröffentlichen bis zur weiteren Bearbeitung sowie die Suche nach passenden Recruiting-Kanälen und den Mediaeinkauf übertragen. Außerdem bietet Iventa digitale Werkzeuge, mit denen sich Recruiting-Abläufe automatisieren lassen. Sämtliche Anteile an Iventa Austria liegen bei der Iventa Group Holding GmbH. Auch von der Iventa Group Holding GmbH liegt ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor. Geschäftsführer ist Mag. Martin Mayer, Geschäftsführerin Mag. Annemarie Kriegs-Au.
Antragstellerin nennt Marktbedingungen als Insolvenzgrund
Die Antragstellerin führt die Insolvenz auf die seit mehreren Jahren für die Wirtschaft ungünstige Marktlage in der DACH-Region zurück. Im Insolvenzantrag werden zwei Entwicklungen als Belastungen beschrieben: Recruiting-Lösungen seien weniger gefragt gewesen, und die Margen der Lieferanten seien nachhaltig gesunken. Das habe die wirtschaftliche Lage erheblich verschlechtert.
Die Gesellschaft besitzt keine Liegenschaften. Erst die weiteren Verfahrensschritte sollen zeigen, wie die Vermögenslage im Einzelnen aussieht. Die Antragstellerin plant, den Betrieb nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch vier bis sechs Wochen aufrechtzuerhalten. Die dafür erforderliche Liquidität soll vorhanden sein.
Derzeit wurde kein Antrag auf Sanierung eingebracht. Ob ein solcher geplant ist, soll im Verfahren geklärt werden. Gläubiger können ihre Forderungen bereits über den AKV anmelden.
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